Kiko Argüello präsentiert sein Buch "Das Kerygma" in Köln

Vorstellung am 24. Januar in Maternushaus, in Anwesenheit des Erzbischofs von Köln, Kardinal Joachim Meisner, und des Weihbischofs, Msgr. Ansgar Puff

Rom, (ZENIT.org) | 910 klicks

Zum ersten Mal, seitdem das Buch “Das Kerygma — In den Baracken mit den Armen” weltweit veröffentlicht wurde, wird Kiko Argüello, Autor desselben und Initiator des Neokatechumenalen Weges, das Buch im Maternushaus vorstellen. Das vor einem Jahr erschienen Werk wurde bereits in 22 Sprachen übersetzt und weltweit 170.000mal verkauft. Die Lektüre des Buches hat für viele Menschen reiche Frucht gebracht.

Die Veranstaltung möchte einen starken Impuls für die Neuevangelisierung Deutschlands im Sinne des apostolischen Schreibens „Evangelii Gaudium“ von Papst Franziskus geben. Sie wendet sich gleichzeitig an den Klerus wie an die Presse. Einzelheiten entnehmen Sie bitte der Homepage http://kiko-arguello-das-kerygma.de/Das_Kerygma.html.

Kiko Argüello gehört zu den agilsten, unkonventionellsten und vielseitigsten Erneuerern in der katholischen Kirche. Das Charisma des „Neokatechumenalen Weges“, der einen Weg zur Initiation in das Christentum innerhalb einer kleinen Gemeinschaft darstellt, ist von allen Päpsten seit Papst Paul VI. anerkannt und gefördert worden.

Das Kerygma

„Ich habe ernsthaft versucht, so zu leben: Gott gibt’s nicht. Und der Himmel hat sich mir verschlossen; über mir entstand eine riesige Zementplatte, und das Leben begann sehr hart zu sein.“ Auf diese Weise erzählt Kiko Argüello in seinem Buch Das Kerygma, In den Baracken mit den Armen (EOS Verlag), wie es zum „verschlossenen Himmel“ in seinem Leben kam.

„Ich war in meinem Inneren wie tot. Ich verstand sofort, dass ich mich, wenn ich so weitermachte, umbringen würde.“, schreibt Kiko Argüello in seinem Buch. „Die Leute faszinierten sich für Fußball oder Kino… mir hingegen gaben diese Sachen gar nichts (…).Ich fragte mich: ‚Aber wie leben die Leute? Wie gelingt es ihnen zu leben?‘ Ich sah normale Leute an und dachte: ‚Fragen sie sich nicht: Wer bin ich, wer hat mich geschaffen, was ist das Leben? Könnte es sein, dass die Leute sich diese Frage nicht stellen? Könnte es etwa sein, dass das Problem in mir liegt, dass ich ein selbstverliebter, seltsamer Mensch bin?‘ Ich spürte etwas auf mir wie eine nasse Decke, die mich zwang, ständig die Wahrheit zu suchen: ‚Wer sind wir, was machen wir in der Welt?‘ Für mich war es nicht gleichgültig, ob es Gott gibt oder nicht; es war für mich eine Frage auf Leben und Tod.“

„Gott, wenn du existierst, komm!“

„In einem tragischen Moment meiner Existenz“, berichtet Argüello, „trat ich in mein Zimmer, schloss die Tür hinter mir und schrie zu Gott: ‚Wenn du existierst, komm, hilf mir, weil ich den Tod vor mir habe!‘“

Kiko wollte sein persönliches Zeugnis darüber schreiben, wie er inmitten einer starken existenziellen Krise Christus begegnete, und über die Veränderung, die er von da an in seinem Leben erfahren hat, dessen Folge der Anfang des Neokatechumenalen Weges war. Das Buch beinhaltet auch ein Kerygma, das, so der Autor, „der Synode über die Neuevangelisierung, vor allem durch den Inhalt und die Anthropologie, helfen kann.“ (Die Synode fand im Oktober 2012 im Vatikan statt.)

Ein Werkzeug, um der Evangelisierung Auftrieb zu verleihen

„Der Neokatechumenale Weg ist eine Gabe, die der Heilige Geist der Kirche in der nachkonziliaren Zeit geschenkt hat, als Weg oder Itinerarium der christlichen Initiation oder Wiedereinführung in den christlichen Glauben und als Instrument zur Förderung einer neuen und kraftvollen Evangelisierung“, stellt Kardinal Antonio Cañizares im Vorwort heraus.

Der Präfekt der Kongregation für den Gottesdienst lädt des Weiteren ein, Gott zu danken „für die großen Wunder, die Er zugunsten der Kirche und der Menschheit durch diesen Weg vollbringt, für die großen Wohltaten und Früchte, die Er mittels dieses Weges und durch ihn zugunsten seines Volkes verbreitet: Früchte der Umkehr, des christlichen Lebens, der Berufungen zum priesterlichen Dienst, zum geweihten Leben und zum missionarischen Wirken der Kirche; gleichfalls Früchte der Nächstenliebe, des Lebens gemäß den Seligpreisungen, der großzügigen Hingabe von erneuerten Familien, die offen zum Leben sind...“

Ein Weg, der vielen Menschen die Tore zum Glauben öffnet

Kardinal Christoph Schönborn, Erzbischof von Wien, kommentiert in dem Werk die Katechese von Kiko, die „Drei Engel“ genannt wird. Der Kardinal hebt hervor, dass „dieser Weg, der so oft von den Päpsten Paul VI., dem seligen Johannes Paul und unserem Heiligen Vater Papst Benedikt XVI. bestätigt und ermutigt worden ist, durch die Verkündigung der Guten Nachricht, dem Kerygma, vielen Menschen das Tor des Glaubens geöffnet hat.“

„Die hier veröffentlichte Katechese von Kiko“, schreibt Kardinal Schönborn, „ist eine starke ‚Jüngerschulung‘. Sie ist ein Aufruf zur eigenen Bekehrung. Mich bewegt an dieser Katechese, dass sie uns, auch mir persönlich, deutlich macht: ohne meine persönliche Bekehrung kann ich nicht evangelisieren. Der Missionar muss zuerst selber evangelisiert werden.“

Von einer Pastoral der Sakramentalisierung zu einer Pastoral der Evangelisierung

Kiko Argüello weist in seinem Buch darauf hin, dass es „notwendig ist, in der Pfarrei von einer Pastoral der Sakramentalisierung zu einer Pastoral der Evangelisierung überzugehen. Denn angenommen, dass die Pfarrei ein Gebiet mit ca. 15.000 Personen umfasst, gehen von diesen Personen nur noch 10  oder 5 Prozent zur Sonntagsmesse; noch gibt es eine Gruppe von Leuten, die in der Kirche heiraten, die Kinder taufen lassen; aber ein hoher Prozentsatz kommt nicht mehr zur Kirche. Wie kann man so viele säkularisierte Menschen erreichen?“

Argüello gibt einige Antworten, „Pinselstriche“ wie er sagt. Und einer dieser Pinselstriche ist dieser: „In der Apostelgeschichte heißt es: durch Wunder. In der Apostelgeschichte geht jedem Kerygma ein Wunder voraus, das Staunen hervorruft, das eine Überraschung erzeugt, das den Menschen die Ohren öffnet, das sie auf das Hören vorbereitet. Denn der Glaube kommt vom Hören. (…) Es sind Wunder, die die Leute auf das Hören der Verkündigung der Guten Nachricht vorbereiten, der Großen Nachricht, die die Welt rettet! (…) Weshalb sieht es so aus, als ob die physischen Wunder in der Apostelgeschichte aufhören? Weil das wahre Wunder erscheint, welches die Theologie das ‚moralische Wunder‘ nennt: die Kirche.“