Kiko Argüello präsentiert sein Buch "Das Kerygma" in Köln

Vorstellung fand am vergangenen Freitag, dem 24. Januar, im Maternushaus statt

Köln, (ZENIT.org) | 763 klicks

Zum ersten Mal seitdem das Buch „Das Kerygma — In den Baracken mit den Armen“ weltweit veröffentlicht wurde, stellte Kiko Argüello, Autor desselben und Initiator des Neokatechumenalen Weges, am vergangenen Freitag das Buch im Maternushaus vor 800 Personen vor. 1500 Interessierte verfolgten die Veranstaltung via Livestream.

An der Veranstaltung nahmen unter anderen Kurienkardinal Paul Josef Cordes, Dr. Heiner Koch, Bischof von Dresden-Meißen, Dr. Rudolf Voderholzer, Bischof von Regensburg und Frans Wiertz, Bischof von Roermond, sowie die Weihbischöfe Dr. Johannes Bündgens aus Aachen und Manfred Grothe aus Paderborn teil.  

Es waren zahlreiche Priester und Würdenträger aus der Diözese Köln und anderen Diözesen, Regenten von Priesterseminaren, sowie Vertreter Geistlicher Bewegungen und Itineranten des Neokatechumenalen Weges verschiedener Europäischer Länder wie Frankreich, Holland, England, Luxemburg, Österreich und der Schweiz anwesend. Auffallend hoch war der Anteil junger Leute im Publikum.

Das in Spanien 2012 erschienene Werk wurde bereits in 22 Sprachen übersetzt (Italienisch, Maltesisch, Kroatisch, Portugiesisch für Brasilien, Portugiesisch für Portugal, Polnisch, Russisch, Finnisch, Arabisch, Koreanisch, Slowenisch, Spanisch für Argentinien, Französisch, Katalanisch, Ungarisch, Albanisch, Dänisch, Amerikanisch, Indisch, Tagalog, Japanisch, Deutsch) und weltweit 170.000-mal verkauft. In deutscher Sprache ist es 2013 im EOS-Verlag erschienen, und mindestens 1500-mal verkauft worden.

Weihbischof Ansgar Puff schilderte einleitend die Erfahrung, die er als Pfarrer einer Rheinischen Pfarrei machte, über den „Hunger der Menschen nach Gott und nach Glauben“. Das Schlüsselerlebnis, um den Neokatechumenalen Weg in seiner Pfarrei einzuführen, war die Begegnung mit einer ungetauften Frau: „Mein Leben ist ein einziges Durcheinander…Ich habe keinen Glauben; aber wenn es etwas gäbe, wo ich hingehen könnte, um den Glauben zu lernen, würde ich es versuchen.“ Nun atme diese Pfarrei ‚mit zwei Lungenflügeln‘, der normalen Sakramenten-Pastoral, und nunmehr vier Neokatechumenalen Gemeinschaften für Menschen, die den Glauben vertiefen oder überhaupt in ihn neu eingeführt werden wollen.

Kiko empfahl den Abend der Fürsprache einer jungen Ungarin, die schwer erkrankt kurz vor ihrem Tod aufgrund der Lektüre des Buches „Das Kerygma“ um die Taufe bat. Ihr christliches Begräbnis dieser Tage im Dom von Budapest erschüttere den Personenkreis um ihren Vater, einem prominenten Altkommunisten.

In seiner freien auf Italienisch gehaltenen und simultan ins Deutsche übersetzten Rede erzählte Kiko Argüello, dass Kardinal Antonio Cañizares, Präfekt für den Gottesdienst und die Sakramentenordung, dieses Buch als Beitrag für die letzte Bischofssynode wünschte und an alle Synodenväter verteilen ließ, insbesondere wegen der Anthropologie, in der das Kerygma verankert sei. Am Anfang der Geschichte des Neokatechumenalen Weges in Deutschland stehe seine Begegnung mit dem damaligen Professor Ratzinger in Regensburg. Auf dessen Vermittlung hätten zwei Münchner Pfarrer in ihren Pfarreien den Neokatechumenalen Weg begonnen.  

„Gott wollte die Welt durch die Torheit des Kerygma retten“, und deshalb gebe es nichts Größeres auf der Welt, als das Kerygma zu verkünden, was Aufgabe aller Christen sei. „Jedes Mal, wenn das Kerygma verkündet wird, wird Gott anwesend.“ Anstatt das Buch theoretisch vorzustellen, wandte sich Kiko mit einem eindrucksvollen Zeugnis direkt an das Auditorium. Anhand vieler Beispiele schildert er die wahre Situation des Menschen als die eines Sklaven, der alles sich selbst opfern muss, zugleich wissend, dass die Wahrheit darin bestehe, zu lieben. Durch die Trennung von Gott hätte der nun autonome Mensch nach Kierkegaard den ontischen Tod erfahren, der die Ursache dieses Dilemmas sei. Die Begrenzung durch den Tod des Seins führe zur Erfahrung, dass der andere, um mit Sartre zu sprechen „die Hölle“ ist, die die eigene Existenz bedroht: Der Mensch bleibt dazu verdammt, die entstandene Leere zu füllen, mit Geld, Sex, Drogen, Alkohol…“ 72 Prozent der Menschen in Skandinavien lebten nach mehreren frustrierenden Beziehungen allein. Ein Mann, der sich während eines Luxusurlaubs aus dem 10. Stock stürzte, hinterließ im Abschiedsbrief: „Ich habe seit vielen Jahren niemanden mehr wirklich geliebt!“

„Das Kerygma ist die Nachricht von einem Ausweg, die jetzt hier in diesem Raum Wirklichkeit wird: Christus am Kreuz, diese Liebe ohne Ende möchte eins sein, eins wirklich eins sein mit uns, in dir wohnen,… ir seinen Geist geben, damit du lieben kannst… Wenn er für alle gestorben ist dann haben alle ein Recht darauf, gratis sein Leben zu bekommen.“ Diese neue Schöpfung ergebe sich durch die Taufe, in die der Neokatechumenale Weg existentiell einführe.

Kardinal Joachim Meisner dankte Kiko für sein „Christuszeugnis“ und bestätigte, dass der Neokatechumenale Weg, den er 1980 kennenlernte, viele Früchte bringe. Vor allem unterstrich der Kardinal das Zeugnis der kinderreichen Familien. „Menschen, die mit ihrem Glauben so ernst machen, sollen uns halben Christen nicht Angst machen, sondern uns ermutigen, nach demselben Niveau zu streben. Dann wird der Glaube wirklich fruchtbar. Kiko, mach weiter so!“

Im Anschluss an den gemeinsamen Schlusssegen aller anwesenden Bischöfe stimmte der sehr gelöste Kardinal Meisner spontan ein dreifaches Halleluja an, das alle Anwesenden mitsangen.

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