Kinder beten an: „Holy Hour" am 3. Oktober

„Jesus, die Kinder der Welt möchten dich trösten"

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ROM/WASHINGTON, D.C , 2. Oktober 2008 (ZENIT.org).- Papst Benedikt XVI. setzt auf die Gebete der Kinder. Diese hätten nämlich in der Kirche heute einen großen Beitrag zu leisten, bekräftigte jetzt P. Patrick Byrne, Generalsekretär der Päpstlichen Gesellschaft für die Heilige Kindheit (Pontifical Society of the Holy Childhood Association).

Byrne, der die VI.Weltweite Eucharistische Heilige Stunde der Kinder koordiniert, ermutigt katholische Schulkinder, bei diesem Ereignis mitzumachen, das am 3. Oktober 2008 weltweit in allen Diözesen gefeiert wird. Das diesjährige Motto der „Holy Hour" lautet: „Jesus, die Kinder der Welt möchten dich trösten."

Die Aktion Heilige Stunde der Kinder wurde im Jahr 2003 als eine Initiative des Fatima-Weltapostolats in der Erzdiozöse St. Paul, US-Bundesstaat Minneapolis, eingeführt. Damals war es die direkte Antwort auf das vom Papst Johannes Paul II. ausgerufenen Jahres des Rosenkranzes. Rund 3.300 Kinder versammelten sich in den USA vor dem Allerheiligsten, um den Rosenkranz zu beten.

Seitdem findet die Initiative an jedem ersten Freitag im Oktober statt. Seit 2006 überträgt der katholische Fernsehsender der USA, EWTN, die Feier aus der Basilica of the National Shrine of the Immaculate Conception in Washington, D.C., in über 40 Nationen.

Daneben gibt es zahlreiche Initiativen zum Kinderrosenkranz. Der Welttag des Rosenkranzgebetes (ZENIT berichtete) wird am Samstag, dem 4. Oktober, mehr als drei Millionen von Menschen verschiedener Nationen und Kulturen um Maria, die Mutter des Herrn, vereinen. Die Initiative, aus Anlass des Gedenktages Unserer Lieben Frau vom Rosenkranz dieses Gebet gemeinsam zu beten, wird vom internationalen Churchforum koordiniert.

Das katholische Hilfswerk „Kirche in Not“ unterstützt seinerseits die Initiative Eine Million Kinder beten den Rosenkranz (ZENIT berichtete), die am Samstag, dem 18. Oktober, stattfinden wird. Dieses Gebet solle „in den Herzen der Kinder den Wunsch wecken und stärken, für den Frieden zu beten, den Frieden im Herzen der Menschen, in den Familien, im Land und in der ganzen Welt“, teilte das Hilfswerk ZENIT mit. Entstanden ist dieser Kinder-Rosenkranz im Jahr 2005 an einem Bildstock in der Hauptstadt Venezuelas, Caracas.

Connie Schneider, die internationale Koordinatorin der morgigen „Holy Hour" für Kinder erklärte gegenüber ZENIT, dass einer der Seherkinder von Fatima, der selige Francesco es gewesen sei, der viele Stunden vor dem Allerheiligsten verbracht und das Gebet vom Engel des Friedens gebetet hätte, das ihn Unsere Liebe Frau gelehrt habe. Er sei deshalb für die „Holy Hour" der Kinder wie ein Schutzpatron und ein Vorbild.

Francesco und seine beiden Geschwister sahen 1916 in der Grotte im portugiesischen Iria einen weißgekleideten Jüngling, einen Engel, den sie als durchsichtig wie ein sonnendurchstrahlter Kristall von überirdischer Schönheit beschrieben haben.  „Habt keine Angst!“, sagte eine beruhigende Stimme zu den erschreckten Kindern. „Ich bin der Engel des Friedens. Betet mit mir!“ Jener Engel in Fatima kniete nieder, neigte das Haupt bis zur Erde, mit der Stirn den Boden berührend, und sprach dreimal ernst und feierlich:„Mein Gott, ich glaube, ich bete an, ich hoffe und liebe dich. Ich bitte dich um Verzeihung für jene, die nicht glauben, nicht anbeten, nicht hoffen und dich nicht lieben.“ Wie von selbst warfen sich da die Kinder auf die Erde und beteten mit.

Dann erhob sich der Engel und sagte: „So sollt ihr beten. Die heiligsten Herzen Jesu und Mariens werden sich von eurer Bitte bewegen lassen:“ Mit diesen Worten entschwand der Engel. Lucia bekannte später: „Die übernatürliche Atmosphäre, die uns umhüllte, war so stark, dass wir fast das Bewusstsein unseres eigenen Dasein verloren. Lange Zeit blieben wir in der Stellung, in der er uns verlassen hatte, und sagten unaufhörlich das gleiche Gebet. So stark hielt das Gefühl der Gegenwart Gottes an, dass wir nicht einmal miteinander zu sprechen wagten.“

Die Worte des Engels prägten sich so tief ins Gedächtnis der Seherkinder ein, dass sie diese nie mehr vergaßen und oft wiederholten.

Von Karna Swanson und Angela Reddemann