Kinder und Facebook

Studie von KIM über Internet-Nutzung von Kindern

Rom, (ZENIT.orgAPD) | 615 klicks

Bei Kindern im Alter von sechs bis 13 Jahren steht „Facebook“ als beliebteste Website an erster Stelle. 17 Prozent der Altersgruppe, die eine Lieblingsseite im Internet haben, nennen laut der „KIM-Studie“ 2012 (Kinder + Medien, Computer + Internet) des Medienpädagogischen Forschungsverbunds Südwest dieses Soziale Netzwerk. Auf den weiteren Rängen folgen die Videoplattform „YouTube“ (12 Prozent) und das deutsche Angebot „schülerVZ“ (11 Prozent). Die grosse Beliebtheit von „Facebook“ bei Kindern stehe dabei im Gegensatz zu den Nutzungsbedingungen, die auf der Website der Community formuliert seien. Nach diesen Angaben wäre eine Nutzung der Plattform erst ab 13 Jahren erlaubt.

Insgesamt 62 Prozent der Sechs- bis 13-Jährigen nutzten zumindest selten das Internet, so die KIM-Studie. Schon bei den Kindern im Alter von sechs und sieben Jahren habe ein Fünftel Erfahrungen mit dem Internet gesammelt. Der Anteil an Internetnutzern steige mit dem Älterwerden der Kinder deutlich an, sodass mit 93 Prozent bei den Zwölf- bis 13-Jährigen schon fast alle zu den Internetnutzern zählten. Nach Angaben der Eltern hätten die Kinder mit durchschnittlich acht Jahren zum ersten Mal das Internet genutzt. Trotz der wachsenden Bedeutung des Internets sei das Fernsehen für Kinder zwischen sechs und 13 Jahren das wichtigste Medium. 57 Prozent wählten das Fernsehen als das Medium, auf das sie am wenigsten verzichten könnten. Nur ein Viertel der Kinder würde sich für Computer und Internet entscheiden. Auch bei der täglichen Nutzung sei das Fernsehen Spitzenreiter. 79 Prozent der Kinder schauten täglich fern, das Internet nutzten 22 Prozent jeden oder fast jeden Tag.

Die Studienreihe KIM des Medienpädagogischen Forschungsverbund Südwest (mpfs) wird seit 1999 regelmässig durchgeführt. Sie bildet das Medienverhalten der Sechs- bis 13-Jährigen in Deutschland ab. Für die KIM-Studie 2012 wurden rund 1.200 Kinder und deren Haupterzieher im Frühsommer 2012 zu ihrem Mediennutzungsverhalten befragt.

Die Studiendokumentation ist unter www.mpfs.de kostenlos abrufbar.