Kindern und Jugendlichen die Zukunft sichern!

BDKJ und der Trägerkreis Jugend(hilfe) stellen Forderungen an die Politik

Rom, (ZENIT.org) Britta Dörre | 296 klicks

Der Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) steht den Vereinbarungen des Koalitionsvertrags in einigen Punkten kritisch gegenüber. „Wenn der Koalitionsvertrag so umgesetzt wird, dann lacht am Ende der vier Jahre noch keine gute Zukunft für junge Menschen in unserem Land,“ erklärte Lisi Maier, Bundesvorsitzende des BDKJ, in einer Pressemitteilung des BDKJ vom 17. Dezember 2013. „Wir wollen, dass alle heute und zukünftig in Deutschland lebenden Jugendlichen und Kinder über gleiche, gute Lebenschancen verfügen“, so Maier über die Jugend-Strategie „U28 – Die Zukunft lacht“. „Daher fordern wir, dass alle politischen Entscheidungen aus Sicht von Kindern und Jugendlichen geprüft werden.“

Zuvor hatte sich bereits der Trägerkreis Jugend(hilfe) mit einem umfassenden Katalog auf Missstände in der Kinder- und Jugendpolitik aufmerksam gemacht und Änderungen gefordert. Dem Trägerkreis Jugendhilfe gehören die Arbeitsgemeinschaft katholisch-sozialer Bildungswerke (AKSB), die Arbeitsstelle für Jugendseelsorge der Deutschen Bischofskonferenz (afj), die Arbeitsgemeinschaft Katholischer Hochschulgemeinden (AKH), der Bund der Deutschen katholischen Jugend (BDKJ), die Bundesarbeitsgemeinschaft Katholischer Jugendsozialarbeit (BAG KJS), der Deutscher Caritasverband (DCV), das Kommissariat der Deutschen Bischöfe und das Jugendhaus Düsseldorf (JHD) an.

In dem Katalog wurden Forderungen aufgestellt, die „aus katholischer Sicht für ein gelingendes Aufwachsen und zur Entwicklung einer eigenständigen und gemeinschaftsfähigen Persönlichkeit besonders relevant sind“. Grundlegend sei, dass die Kinder und Jugendlichen ausreichend Freiräume zur Entfaltung der eigenen Persönlichkeit und Begabungen zur Verfügung hätten. Die jungen Menschen darin zu unterstützen, sei „eine der Kernaufgaben der katholischen Kinder- und Jugendarbeit auf allen Ebenen. Bei der Verwirklichung ihres Auftrages richten sich die katholischen Träger stets an den Zielen des SGB VIII aus.“

Wichtig sei deshalb, die Jugendphase als eigenständige Phase anzuerkennen und ihr entsprechend politische Bedeutung beizumessen. Für die Zukunftssicherung der Kinder und Jugendlichen sei unbedingt eine Verbesserung der Bildungschancen erforderlich. Eine gute Ausbildung müsse unabhängig von der sozialen Herkunft und der Bildung der Eltern zugänglich und garantiert sein. Schwächere Schüler müssten entsprechende Fördereinrichtungen vorfinden.

Ein weiterer wichtiger Punkt aus dem umfassenden Dokument stellt die Umsetzung der Behindertenrechtskonvention, Inklusion, dar. Inklusion erfordere eine entsprechende Sensibilisierung im Umgang mit Verschiedenheit und die Zurverfügungstellung entsprechender Ressourcen.

Die Einheit der Kinder- und Jugendpolitik und damit ihr Erfolg könne nur garantiert werden, wenn sie auf Bundes-, Länder- und Kommunenebene übereinstimme.