Kinderrechte als Querschnittsaufgabe verankern

Deutsches Kinderhilfswerk: 2014 im Zeichen des 25-jährigen Jubiläums der UN-Kinderrechtskonvention

Rom, (ZENIT.org) Britta Dörre | 353 klicks

Das Deutsche Kinderhilfswerk teilte in einer Pressemitteilung vom 1. Januar 2014 mit, dass Bund, Länder und Kommunen anlässlich des 25-jährigen Jubiläumsjahres der UN-Kinderrechtskonvention Kinderrechte in der Kinderpolitik als Querschnittsaufgabe verankern sollten.

In Deutschland würden Kinder- und Jugendlichenrechte in Fragen der Beteiligung und sozialen Sicherheit der Kinder und Jugendlichen häufig missachtet.

Thomas Krüger, Präsident des Deutschen Kinderhilfswerkes erklärte: „Das Jahr 2014 steht für das Deutsche Kinderhilfswerk ganz im Zeichen des 25-jährigen Jubiläums der UN-Kinderrechtskonvention. Denn wenn wir uns am Wortlaut und der Intention der UN-Kinderrechtskonvention orientieren, ist Deutschland an vielen Stellen ein kinderrechtliches Entwicklungsland.“ Die UN-Kinderrechtskonvention, die am 20. November 1989 von der Generalversammlung der Vereinten Nationen angenommen und am 5. April 1992 in Deutschland in Kraft trat, garantiert Kindern „einen Anspruch auf besondere Fürsorge und Unterstützung, auf Förderung und Schutz, eine gewaltfreie und sie schützende Erziehung, auf Bildung und Ausbildung, auf eine Erziehung zu demokratischen Einwohnerinnen und Einwohnern sowie auf ihre angemessene Beteiligung am politischen und gesellschaftlichen Leben.“

Krüger führte weiter aus: „Dabei ist die praktische Durchsetzung von Kinderrechten sowohl eine Frage von Paragraphen als auch einer notwendigen Grundüberzeugung unserer Gesellschaft. Kinderpolitik muss heraus aus seinem Nischendasein und als Querschnittsaufgabe verankert werden. Wer den Anspruch erhebt, verantwortlich zu handeln und wer vor den heranwachsenden und zukünftigen Generationen bestehen will, braucht Konzepte, die die Interessen der Kinder konkret benennen und ihre Rechte als einen ‚vorrangigen Gesichtspunkt’ in den Blick nehmen.“

Die Rahmenbedingungen für Kinder und Jugendliche bedürften einer grundlegenden Verbesserung. Nur auf diesem Wege sei eine Chancengleichheit aller Kinder in Deutschland möglich.