Kinderreiche gemahnen Koalitionsrunde an Kindergelderhöhung

CDU/CSU und SPD haben vor der Wahl die Erhöhung versprochen...

Mönchengladbach, (KRFD) | 278 klicks

Zu Beginn der Koalitionsverhandlungen fordert der Verband kinderreicher Familien Deutschland e.V. von der zuständigen Arbeitsgruppe die vor der Wahl von CDU/CSU und SPD versprochene Erhöhung des Kindergeldes ein. In einem offenen Brief ruft die Verbandsvorsitzende Dr. Elisabeth Müller die Vorsitzenden der Arbeitsgruppe, Manuela Schwesig (SPD) und Annette Widmann-Mauz (CDU) auf, das Kindergeld für das dritte Kind um fünf Prozent, für das vierte und jedes weitere Kind um sieben Prozent zu erhöhen.

„Über die Erhöhung des verfügbaren Einkommens hinaus, halten wir die Aufstockung des Kindergelds für ein wichtiges familienpolitisches Signal in Richtung der 1,3 Millionen kinderreichen Familien in Deutschland“, so Müller.

Eltern von Mehrkindfamilien stellten „die eigenen Ambitionen hinter einem Familienmodell zurück“, das nicht nur „eine Lösung für aktuelle und zukünftige demographische Herausforderungen bietet“, sondern auch „die ganze Gesellschaft um sozial und emotional hochkompetente Mitglieder bereichert.“ 

Ausdrücklich wies Müller darauf hin, dass moderne Familienpolitik „an der zukunftsorientierten und wichtigen Gruppe der Mehrkindfamilien in einer von Kleinfamilien und Singles dominierten Gesellschaft nicht vorbeisehen“ dürfe.

Der Verband erinnert in diesem Zusammenhang daran, dass Frau Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel noch im Mai dieses Jahres dem KRFD-Vorstandsmitglied Alexandra von Wengersky öffentlich versichert hat, dass die CDU durch die Staffelung des Kindergeldes zeige, „dass uns diejenigen besonders willkommen sind, die mehrere Kinder haben.“ Dieses Willkommensein muss auch über die Koalitionsverhandlungen hinaus Bestand haben.

Der offene Brief im Wortlaut ist unter www.kinderreichefamilien.de nachzulesen.

Der Verband kinderreicher Familien Deutschland e.V. ist im Jahr 2011 aus der Initiative engagierter kinderreicher Familien entstanden, hat mittlerweile 1300 Mitgliederfamilien und setzt sich in Politik, Wirtschaft und Medien für die Interessen von Familien ein. Der Verband versteht sich als Netzwerk von Mehrkindfamilien, die sich untereinander unterstützen und Öffentlichkeit für ihre Anliegen erreichen wollen. Der Verband ist überkonfessionell und überparteilich.