Kindersoldaten: Caritas fordert besseren Schutz

Internationaler Aktionstag am 12. Februar

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FREIBURG, 11. Februar 2010 (ZENIT.org).-Ein konsequenteres Einschreiten gegen den Einsatz von Kindersoldaten fordert der Leiter von Caritas international, Oliver Müller. "Unsere Arbeit zur Resozialisierung ehemaliger Kindersoldaten kann langfristig nur Erfolg haben", so Müller, „wenn wir politische Unterstützung erhalten.“ Dazu müsse insbesondere der Druck auf die Verantwortlichen verstärkt werden. Wichtig sei es, zum einen das Verbot einer – zwangsweisen wie freiwilligen - Rekrutierung von Minderjährigen konsequent umzusetzen. Zum anderen müsse der Internationale Strafgerichtshof gegen Regierungen und Milizen tätig werden, wenn diese Kinder im Krieg einsetzen.

Anlässlich des internationalen Aktionstages gegen den Einsatz von Kindern als Soldaten am 12. Februar wies Müller darauf hin, dass nach Schätzungen der Vereinten Nationen 250.000 Kinder weltweit in bewaffneten Konflikten eingesetzt würden. „Es darf nicht sein, dass Kinder zum Töten erzogen und missbraucht werden“, so Müller, „das zu verhindern muss eine internationale Aufgabe werden.“

Caritas international, das Hilfswerk der deutschen Caritas, unterstützt zahlreiche Projekte etwa in Liberia, Uganda und Kongo, in denen ehemaligen Kindersoldaten ein Weg zurück in das zivile Leben ermöglicht werden soll. Beispielsweise betreut Caritas Goma ehemalige Kindersoldaten in fünf Übergangszentren in Ostkongo und versorgt sie medizinisch und psychologisch. Ziel ist die Rückkehr in ihre Familien. Die Caritas hat in vielen Fällen selbst die Freilassung der Kinder erreichen können. Denn die Mitarbeiter stehen im Kontakt mit Armee- und Milizführern und verhandeln über die Demobilisierung. Die Projekte richten sich auch an Öffentlichkeit mit dem Ziel, die Bevölkerung für das Thema Kinderrechte zu sensibilisieren.