Kirche an vorderster Front bei Hilfe für Obdachlose nach Taifun Ondoy

Freiwilligen-Gruppen kümmern sich um 340. 000 Obdachlose

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MANILA, 30. September 2009 (ZENIT.org).- Die Bilanz der Opfer und Obdachlosen in den Philippinen wächst weiter an; bisher gehen die Behörden von 145 Toten und 340.000 Obdachlosen aus. Die Kirche in den Philippinen ist nach dem Taifun sofort aktiv geworden und hilft den Tausenden, die vom Taifun Ondy getroffen wurden, der in den vergangenen Tagen über die Insel Luzon niedergegangen ist und Überschwemmungen auch in der Hauptstadt Manila (80 Prozent der Oberfläche der Stadt stehen unter Wasser) und in den umliegenden Gegenden zur Folge hatte.

Nach Informationen des National Desaster Coordinating Council hat die Regierung Alles aufgebracht um den Opfern zu helfen: Soldaten, Polizisten und freiwillige Bürger nehmen an den Hilfsaktionen teil, die in den letzten Stunden dank der besseren Wetterverhältnisse intensiviert werden konnten. In der Zwischenzeit wurde der Notstand ausgerufen. Präsidentin Gloria Macapagal Arroyo hat die Tore des Regierungspalastes von Malacanang für ein Notaufnahmezentrum geöffnet, das die Hilfsaktionen koordiniert.

Die philippinische Kirche arbeitet direkt mit den Hilfsorganisatinen zusammen. Die Bischofskonferenz hat durch ihr Nationalsekretariat für Sozialarbeit unter der Leitung von Sr. Rosanne Mallillin Hilfsmittel im Wert von über 5 Millionen Pesos bereitgestellt, die schon an Manila und an die fünf am härtesten vom Taifun betroffenen Diözesen (Iba, Malolos, Antipolo, San Pablo und San Fernando) verteilt wurden.

Die Caritas von Manila hat den in einigen Vierteln von Manila eingerichteten Obdachlosenzentren dringend notwendige Hilfsgüter zukommen lassen; die Caritas fungiert als Sammelpunkt für Material und Hilfsgüter, die aus den anderen Diözesen des Landes eintreffen.

Die katholischen Gläubigen arbeiten intensiv, und die Freiwilligen-Gruppen aus verschiedenen Diözesen beginnen in die am härtesten betroffenen Gebiete zu fahren um dort Hilfe zu leisten:” Sie sind die 'guten Samariter', die in diesen Stunden im Stillen viele Hilfeleistungen vollbringen”, erklärte der Direktor der Caritas Manila, P. Anton C.T.Pascual gegenüber der Nachrichtenagentur Fides der Kongregation für die Evangelisierung der Völker.

Mit Ansagen in Radio Veritas, einer der meist gehörten Radiostationen der Philippinen, hat die Caritas auch eine Kollekte lanciert um die Hilfsaktionen weiterführen zu können; sie erinnerte dabei an das Fest des Hl. Vincenzo De Paolo, dem Schirmherr der karitativen Werke und forderte die philippinischen Gläubigen auf einen kleinen persönlichen Beitrag zu leisten, um den Opfern der Katastrophe zu helfen. Auch aus allen Caritas-Stellen überall in der Welt kommen Hilfsgüter an. Am wichtigsten sind: Nahrungsmittel wie Reis, Fleisch, Brot, Kekse, Zucker und Wasser; Medikamente, vor allem Antibiotika und Anti-Grippe-Mittel, Vitamine und Sanitätsmaterial; Kleidung, Decken und Wäsche.

Mittlerweile startete auch eine Gebetskampagne. Verschiedene Diözesankirchen der Philippinen haben Gebetswachen für die Opfer organisiert. In Davao (auf der Insel Mindanao) erinnert ein besonderes Gebet an die Brüder und Schwestern von Luzon und erfleht für sie den Schutz der Jungfrau Maria, die voller Liebe und Mitgefühl ist für all die Leidenden.