"Kirche auf Rädern" der orthodoxen Kirche

Orthodoxer Kirchenwaggon auf dem Weg nach Sibirien und Fernost

| 189 klicks

MOSKAU, 13. August 2001 (ZENIT.org).- Der Waggon der Orthodoxen Kirche, angeschlossen an den Zug Nr. 76 von Moskau nach Tynda, ist am 7. August am Moskauer Bahnhof Kazan für eine Missionsreise nach Sibirien und Fernost abgefahren.



Dies ist bereits die dritte Missionsfahrt der "Kirche auf Rädern", die am 18. Oktober 2000 von Patriarch Alexej II. von Moskau und ganz Russland eingesegnet und der Smolensker Muttergottesikone, der sogenannten Hodigitria, geweiht wurde, das heißt Wegbegleiterin.

Der Zug fährt durch Gegenden wie die Region Krasnoyarsk oder Burjatien, Khakasien, Jakutien und die Regionen Amur, Irkutsk, Kemerowo und Chita, aber auch durch kleine Siedlungen, wo die Einwohner die Gelegenheit bekommen sollen, regelmäßig an einer göttlichen Liturgie teilzunehmen und die Sakramente durch die Orthodoxe Kirche zu empfangen.

Die Reise der Kirche auf Rädern wurde von der Missionsabteilung und der Stiftung des heiligen Andreas des Erstberufenen, des Moskauer Patriarchates eingerichtet, von Alexej II. gesegnet und von Bahn-Ministerium unterstützt.
Vor der Abreise sprach Metropolit Pitirim von Wolokolamsk und Jurijew, unterstützt von der geweihten Mannschaft des Zuges, alle Mitglieder der Missionsabteilung, ein Gebet für die Reisenden.

Beim Abschied erteilte Metropolit Pitirim den Missionaren den Segen des Patriarchen und sagte: "Liebe Väter, Brüder und Schwestern, beim Antritt eurer Reise erinnert euch stets an die Anfangsworte der Predigttätigkeit Jesu Christi: "Und Jesus ging durch ganz Galiläa und lehrte in ihren Synagogen und predigte das Evangelium vom Reich. Er heilte alle Arten von Krankheiten und Gebrechen bei den Leuten" (Mt 4,23). Ihr bringt die Frohbotschaft Christi nicht nur durch das Wort, sondern auch durch die Macht des Gebetes, denn des Herren Gang durch Galiläa geht weiter. Möge Gott euch helfen und sein Segen mit euch sein".

Bei der Abschiedszeremonie war auch die Regierungsabgeordnete Belogubowa anwesend, ihr obliegt die Verantwortung für Beziehungen zu religiösen und öffentlichen Organisationen in der Region. Auch der Beigeordnete des Vorsitzenden des Föderationsrates, Scheblygin, und der Präsident der Stiftung des heiligen Andreas des Erstberufenen, Melnik, waren anwesend.
Die Missionsreise wird vom Leiter des Kirchenzuges, Erzprister Sergiy Popov von der Missionsabteilung, betreut. Am 1. September wird die rollende Kirche in Moskau zurückerwartet.