Kirche hilft Schwangeren in Not

„Tag für das Leben“ in Großbritannien

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CARDIFF/LONDON/BERLIN, 12. Juli 2007 (ZENIT.org).- „Wir unterstützen aktiv die Jugendlichen, die schwanger geworden sind und nicht wissen, was sie tun sollen“, bekräftigte der Erzbischof von Cardiff (Wales), Peter Smith, anlässlich des „Tages für das Leben“, der in England und Wales am 1. Juli unter dem Motto „Gesegnet ist die Frucht deines Leibes“ begangen wurde.



Schwangere benötigten „viel Unterstützung sowie Raum und Zeit, um sich beraten zu lassen und über andere Lösungen nachzudenken, die nicht den Tod eines Menschenlebens nach sich ziehen“, erklärte der kirchliche Würdenträger, der die Kommission für christliche Verantwortung und Bürgerrecht der Bischofskonferenz von England und Wales leitet.

Der Weihbischof von Westminster, Bernard Longley, wies darauf hin, dass der „Tag für das Leben“ für die Schärfung des Gewissens von großer Bedeutung sei.

Auch wenn in Deutschland die Zahl der jährlichen Tötungen von Ungeborenen rückläufig sein soll, werden im Schnitt immer noch mehr als 100.000 Abtreibungen durchgeführt. Deshalb rufen Lebensschutzinitiativen ganzjährig zu Mahnwachen und Gebetseinsätzen auf, wie etwa der Verein Gottes Kostbare Kinder.

Andere Organisationen wie Alfa e.V. bieten konkrete Unterstützung an: von allgemeiner Information bis hin zur materiellen Unterstützung der werdenden Mutter.

Dass eine Abtreibung für die betroffenen Mütter und auch Väter nicht selten mit schwerwiegenden, oft erst Jahre später auftretenden psychischen Problemen („Post-Abortion-Syndrom“) einhergeht, ist in der Öffentlichkeit nicht immer bekannt. Das Life Issues Institute, das sich mit Forschung und Öffentlichkeitsarbeit zu lebensrechtlichen Themen beschäftigt, bietet deshalb in vielen deutschsprachigen Ländern entsprechende Seminare an.

In Liechtenstein wurde erst im April 2007 ein Gesetzesantrag zur Entkriminalisierung des im Fürstentum verbotenen Schwangerschaftsabbruchs abgelehnt. Lebensschützer und christliche Kirchen hatten sich in diesem Sinn engagiert.

In Polen wurde am 13. April ein parlamentarischer Antrag eingereicht, der darauf abzielte, das Abtreibungsverbot um eine verfassungsmäßig bindende Vorlage, die den „Schutz der Menschenwürde von der Empfängnis an“ garantiert, zu ergänzen. Die für eine Verfassungsänderung notwendige Zweidrittelmehrheit wurde damals knapp verfehlt (269 Ja-Stimmen, 121 Nein-Stimmen und 53 Enthaltungen).