„Kirche in Not“: Gebetsaktion für den Frieden in Gaza

20.000 Euro Soforthilfe für christliche Gemeinden

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KÖNIGSTEIN, 7. Januar 2009 (ZENIT.org).- Das internationale Hilfswerk Kirche in Not hat angekündigt, dass es die von den kriegerischen Auseinandersetzungen im Gaza-Streifen betroffenen christlichen Gemeinden materiell und im Gebet unterstützen wird. Als Soforthilfe wird das Werk der katholischen Gemeinde von Gaza-City 20.000 Euro übergeben, wie Generalsekretär Pierre-Marie Morel heute, Mittwoch, in Königstein im Taunus bekannt gab.



„Wir wissen, dass unsere finanzielle Unterstützung nur die ärgste Not lindern kann“, sagte Morel. Wichtiger sei im Moment das Gebet für den Frieden in der Region. „Kirche in Not“ hat deshalb seine weltweit 700.000 Unterstützer zu einer Gebetsaktion aufgerufen.

Die Unterstützung für Christen im Heiligen Land und im Mittleren Osten gehört zu den Kernaufgaben des pastoralen Hilfswerks, das auf den Prämonstratenserpater Werenfried van Straaten (1913-2003) zurückgeht und sich seit über 60 Jahren vor allem der Hilfe für um ihres Glaubens willen verfolgte Menschen einsetzt.

„Die Bomben und Granaten machen in Gaza keinen Unterschied zwischen friedlichen Christen und der kriegsbereiten Hamas“, erklärte Morel. Christen in aller Welt sollten nun zeigen, dass es Trost im Leid gibt und dass die Welt solidarisch mit ihnen ist. Es gehe jetzt vor allem darum, dass die Menschen in Gaza sich nicht selber aufgeben, in der Heimat bleiben und Hoffnung auf eine friedliche Zukunft schöpfen.

„Kirche in Not“ steht in engem Kontakt zum Lateinischen Patriarchen von Jerusalem, Fouad Twal, und mit dem katholischen Gemeindepfarrer von Gaza-City, Monsignore Manuel Musallam. Die christlichen Gemeinden sind in der Vergangenheit immer wieder zwischen die Fronten kriegerischer Auseinandersetzungen geraten, auch bei den Kämpfen zwischen Hamas und Fatah. Etwa 5.000 der 1,5 Millionen Einwohner sind Christen, meist griechisch-orthodox, und nur noch eine kleine Gruppe von 300 katholisch.