„Kirche in Not“-Generalsekretär Morel: „Unternehmen besitzen soziale Verantwortung“

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KÖNIGSTEIN, 15. Januar 2008 (ZENIT.org).- Der neue Generalsekretär des internationalen katholischen Hilfswerkes Kirche in Not, Pierre-Marie Morel, hat seine Amtsgeschäfte aufgenommen. Der 59jährige Franzose, der an der Sorbonne-Universität in Paris Wirtschaftswissenschaften studiert hat, war bislang bei großen internationalen Konzernen, darunter IBM und ELF Aquitaine, in Führungspositionen tätig und lehrte zudem als Professor für Wirtschaftswissenschaften und Mathematik an der Universität in Quebec (Kanada). Zuletzt war er Vizepräsident im Direktorium von EADS (European Aeronautic Defense and Space Company) in Paris.



Morel, der neben seiner beruflichen Tätigkeit verschiedene Initiativen zu sozialen und ethischen Fragen leitet, erklärte, er sehe die Kirche als „global player“ und wolle in diesem Sinne seine weltweiten Erfahrungen aus seiner Managerlaufbahn in internationalen Unternehmen einbringen, um sie für die Kirche nutzbar zu machen. „Auch internationale Unternehmen haben eine soziale Verantwortung“, betonte er. Der Franzose ist verheiratet und hat mit seiner Frau Anne sieben Kinder.

Die internationale katholische Hilfsorganisation „Kirche in Not“, deren internationale Zentrale im deutschen Königstein in der Nähe von Frankfurt (Main) angesiedelt ist, ist ein Hilfswerk päpstlichen Rechtes, das direkt dem Heiligen Stuhl untersteht. Es unterhält Niederlassungen in 17 Ländern in Europa, den USA, Kanada, Australien und Lateinamerika und unterstützt jährlich mehr als 5.000 pastorale Projekte in fast 140 Ländern. Die Organisation wurde 1947 von dem holländischen Prämonstratenserpater Werenfried van Straaten gegründet. Sie hilft der katholischen Kirche überall dort, wo sie verfolgt oder diskriminiert wird oder zu arm ist, um ihren seelsorglichen und sozialen Aufgaben nachzukommen.