"Kirche in Not" gewährt Katholiken in der Ukraine Soforthilfe

Weihbischof Jacek Pyl von Odessa-Simferopol ruft alle Konfliktparteien auf der Krim zu einem Gewaltverzicht auf

Luzern, (KiN Schweiz/Fürstentum Liechtenstein) | 328 klicks

Das internationale katholische Hilfswerk „Kirche in Not“ gewährt der Erzdiözese Kiew und dem Bistum Odessa-Simferopol auf der Krim eine Soforthilfe von insgesamt CHF 75.000. Zwei Drittel der Fördersumme werden unter anderem für Krankenbetreuung, psychologische Hilfe und Medikamente benötigt. Ein Drittel wird Militärseelsorgern für Benzin und andere Transportkosten zur Verfügung gestellt, insbesondere für Transfers zwischen dem Festland und der Halbinsel Krim.

„Aufgrund der anhaltenden kritischen Lage in der Ukraine haben uns die Erzdiözese Kiew und das Bistum Odessa-Simferopol um Unterstützung gebeten“, bestätigt die zuständige Länderreferentin Magda Kaczmarek. Zuvor hatte Weihbischof Jacek Pyl von Odessa-Simferopol in einem dramatischen Appell alle Konfliktparteien auf der Krim zu einem Gewaltverzicht aufgerufen.

Friedliches Zusammenleben erhofft

Wörtlich schreibt Bischof Pyl: „Im Namen der Verbundenheit mit dem Erbe unserer Väter, die sich um die Entwicklung unserer Autonomen Republik Krim bemüht haben, rufe ich alle Bürger dazu auf, Gläubige wie alle anderen, sich von jedwedem Extremismus fernzuhalten und es in dieser schwierigen Zeit nicht zuzulassen, dass die Brüderlichkeit unter den Menschen auf der Krim Schaden nimmt. In der Autonomen Republik Krim leben Ukrainer, Russen, Krimtataren, Armenier, Polen, Deutsche, Tschechen und viele andere friedlich zusammen. Viele Jahrhunderte lang haben Orthodoxe, Muslime, Protestanten, Katholiken, Juden, Caraims, Menschen anderer Konfessionen und Atheisten auf der Krim zusammengelebt. Lassen wir weder zu, dass uns unsere ethnische Herkunft, noch dass uns unsere Religion trennt. Wir sind Kinder desselben Gottes, des einen Gottes, der unser aller Vater ist.“ 

Spenden mit dem Vermerk «Ukraine» können gerichtet werden an:

KIRCHE IN NOT
Schweiz/Fürstentum Liechtenstein 

Cysatstrasse 6, 6004 Luzern, Telefon 041 410 46 70; Fax 041 410 31 70
E-Mail: mail@kirche-in-not.ch; Internet: www.kirche-in-not.ch
Postkonto 60-17200-9; Credit Suisse, Luzern, Konto 0463-997.427-10-1