"Kirche in Not" unterstützt "Einer von uns"

Der Schutz des ungeborenen Lebens war Pater Werenfried van Straaten ein Herzensanliegen

München, (KIN) | 400 klicks

Das internationale katholische Hilfswerk „Kirche in Not“ ruft zur Unterstützung der europäischen Bürgerinitiative „Einer von uns“ auf. Die Initiative sammelt Unterschriften, um der Europäischen Union (EU) sowohl die Förderung embryonaler Stammzellenforschung als auch des Klonens sowie der Tötung ungeborenen Lebens (Abtreibung) als Mittel der Bevölkerungskontrolle und der Familienplanung zu untersagen.

Rechtliche Grundlage für diese Forderung ist eine Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs vom 18. Oktober 2011, die den Zeitpunkt der Verschmelzung von Ei- und Samenzelle als den Beginn menschlichen Lebens festgestellt hat.

Die Bürgerinitiative fordert nun, dass die EU auf der Grundlage dieses Beschlusses das Leben und die Würde jedes menschlichen Embryos vom Zeitpunkt der Befruchtung an auch praktisch schützen müsse, was aktuell nicht geschehe. Das Recht müsse „von den Bürgern durchgesetzt werden“, so die Initiative auf ihrer Internetseite. „Wir wollen erreichen, dass die EU sich an ihr eigenes Recht hält und die Finanzierung sämtlicher Aktivitäten beendet, die zur Tötung menschlicher Embryonen führen“, betonen die Initiatoren. Dies betreffe verschiedene Politikbereiche der EU, darunter Forschung, Entwicklungspolitik und das öffentliche Gesundheitswesen. 

„Der Schutz des ungeborenen Lebens war unserem Gründer, Pater Werenfried van Straaten, ein Herzensanliegen“, erklärte die Geschäftsführerin von „Kirche in Not“ Deutschland, Karin Maria Fenbert. „Darum rufen wir unsere Freunde und Unterstützer dazu auf, sich mit ihrer Unterschrift an ‚Einer von uns‘ zu beteiligen.“

Die Initiative wird auch von Papst Franziskus und den meisten deutschen Bischöfen unterstützt. Deutschlandweit sind erst knapp über 40 Prozent der zum Erfolg nötigen 75 000 Unterschriften eingegangen. Europaweit hat die Initiative inzwischen knapp 765 000 Unterschriften gesammelt. Mindestens eine Million EU-Bürger müssen bis zum 1. November 2013 unterzeichnen, damit die Aktion Erfolg hat.

Unterschreiben kann man direkt im Internet unter www.1-von-uns.de

Unterschriftenlisten können angefordert werden bei: 

Europäische Bürgerinitiative „Einer von uns“
Zionskirchstraße 3
10119 Berlin 
Telefon: 030 - 88 62 68 96