Kirche und Synagoge im Dialog

Buch eines Rabbiners, der im Opus Dei mitarbeitet

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BUENOS AIRES, 3. Juli 2001 (ZENIT.org).- Am 29. Juni hat Erzbischof Héctor Aguer von La Plata auf einem von der Universidad Austral de Argentina organisierten Kongress anlässlich des 100. Geburtstages des seligen Josemaría Escrivá ein Buch mit dem Titel: "Die Kirche im Dialog mit der Synagoge" vorgestellt. Autor ist der Rabbiner Àngel Kreiman Brill, das Buch ist jüngst in Santiago de Chile erschienen.



Kreiman ist eigentlich aus Argentinien, doch war er 20 Jahre lang Großrabbiner in Chile. Der Autor ist Rechtsanwalt und Doktor der Jurisprudenz sowie Doktor "honoris causa" des amerikanischen "Seminario Teológico , außerdem Assessor des Wissen Hauses.

In seinem Buch geht es um Themen, die außerhalb des religiös-rituellen jüdischen Umfelds liegen.

Der emeritierte Bischof von La Serena, Monsignor Bernardino Piñera, schreibt im Vorwort, es gehe um ein Buch, das uns in eine vielen Christen unbekannte Welt eintreten und uns am jüdischen Alltag teilnehmen lässt. Da wir mit den Juden viel gemeinsam haben, ist dieses Buch eine Hilfe, weiterhin den verborgenen Gott zu suchen, der sich uns offenbart, damit wir ihn, wenn wir ihn gefunden haben, weiterhin suchen.

Das Judentum sei eine Schule der Treue, Suche und Hoffnung. Die Christen hätten den Messias zwar gefunden, doch würden auch sie auf seine zweite Wiederkunft warten. Die religiöse Erfahrung der Juden ist kennenswert für alle, die Gott suchen, nach seiner Gegenwart streben und sich seinem unergründlichen Mysterium öffnen.

Auf die Frage, warum Kreiman Brill Mitarbeiter des Opus Die sei, antwortete dieser: "In besonderer Weise motiviert mich die Vorstellung von der Heiligung der Arbeit und deren Aufopferung für Gott, wobei wir in allen unseren Aktivitäten versuchen, uns zu vervollkommnen und das Werk des Schöpfers zu vervollkommnen, dadurch, dass wir Gottes ausführende Gefährten bei der Konkretisierung seines Schöpfungswerkes sind".