Kirche verteidigt vor WHO die Zentralität des Menschen

Eine gesunde Umweltpolitik und die Unterstützung der Familien gehören zu den vom Heiligen Stuhl geförderten Maßnahmen

Vatikanstadt, (ZENIT.org) Antonio Gaspari | 297 klicks

„Es ist mein lebhafter Wunsch, dass die Arbeiten dieser Versammlung einen Beitrag zur Kräftigung der Zentralität des Menschen im Rahmen all unserer auf die Förderung der Gesundheit ausgerichteten Bemühungen darstellt“.

Mit diesen Worten schloss der Leiter der Delegation des Heiligen Stuhls, Erzbischof Zygmunt Zimowski, seinen Beitrag anlässlich der in Genf stattfindenden 67. Weltgesundheitstagung.

Unter Bezugnahme auf die Umweltkrise und die Auswirkungen einer Politik der utilitaristischen Ausbeutung auf die Bevölkerungen und die Umwelt betonte Msgr. Zimowski die Notwendigkeit, einen Blick über die mit den Umweltkatastrophen verbundenen rein wissenschaftlichen, medizinischen und wirtschaftlichen Fragen hinaus zu werfen und den am stärksten betroffenen Menschen zu begegnen.

Johannes Paul II. zitierend, erinnerte der Delegationsleiter daran, dass sich der Schutz des Lebens und die damit unmittelbar zusammenhängende Förderung der Gesundheit, vor allem der Bevölkerungen der ärmsten und Schwellenländer, „auf regionaler und globaler Ebene zum Maßstab und zur Grundvoraussetzung der ökologischen Perspektive entwickeln werde“.

Msgr. Zimowski lobte das Sekretariat der Weltgesundheitsorganisation (WHO) für die geleistete Arbeit im Bereich der Behandlung von Autismus-Spektrum-Störungen, die Ausräumung von Voreingenommenheit in Zusammenhang mit Autismus und den Aufbau von Partnerschaften mit Organisationen der Zivilgesellschaft zur Verbesserung der Leistungen und die Definition von Prioritäten der nationalen und subnationalen Aktionen.

Die Delegation des Heiligen Stuhls hegt die aufrichtige Hoffnung, die Situation zahlreicher Familien zu erleichtern, die die mit der großen Verantwortung der Pflege von an diesen Störungen leidenden Kindern einhergehende emotionale und wirtschaftliche Belastung oft alleine tragen.

Der Erzbischof ergänzte: „Der Heilige Stuhl möchte sich an diesen Bemühungen mit einer vom Päpstlichen Rat für die Pastoral im Krankendienst organisierten internationalen Konferenz beteiligen. Diese wird vom kommenden 20.-22. November im Vatikan stattfinden und im Zeichen des folgenden Themas stehen: ‚La persona con disturbi dello spettro autistico: animare la speranza’ (Der von Autismus-Spektrum-Störungen betroffene Mensch: die Hoffnung lebendig halten)“. Bezüglich der Ernährung der Mutter, der Säuglinge und der Kinder betonte der Heilige Stuhl, dass Stillen eine wichtige Vorbeugung gegen kindliche Fehlernährung darstelle und daher im Rahmen der medizinischen Grundversorgung zu verteidigen und zu ermutigen sei.

Zimowski erinnerte diesbezüglich daran, dass Papst Franziskus bei einer im vergangenen Januar in der Sixtinischen Kapelle gefeierten Taufe Mütter dazu ermuntert hatte, ihre Kinder ohne Zögern zu stillen, wenn diese Hunger hätten.