"Kirchen sind Vermittler in der Friedenssicherung"

Ruf der Regierung des Südsudan um Entwicklungshilfe und Einsatz für Versöhnung

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Michaela Koller

KHARTUM, 2. November 2009 (ZENIT.org).- Die Regierung der autonomen Region Südsudan hat die Kirchen dazu aufgerufen, ihr bei der Friedenssicherung, Versöhnung und Entwicklung durch entsprechende Verkündigung zu helfen. Die christlichen Glaubensgemeinschaften sollten in bewährter Weise gerade in Gegenden in diesem Sinne predigen, die durch Stammesauseinandersetzungen gekennzeichnet seien, sagte der südsudanesische Informationsminister Paul Mayom.

Darüber hinaus bat der Minister einer Meldung des Christian Information Service for Africa zufolge darum, die Kirchen mögen die Regierung dabei unterstützen, wenn sie sich mit dem sozialen und wirtschaftlichen Wandel in der Region befasst. Sie sollten sich in Bereichen wie Landwirtschaft, Bildung und Gesund beteiligen, weil dies die Armut in der Region lindern und verringern helfen. "Die meisten religiösen Führer trugen großartig dazu bei, den Freiheitskampf im Südsudan zu unterstützen und die Unterzeichnung des Umfassenden Friedensabkommens zu erreichen", sagte er. „Die Kirchen sind Vermittler in der Entwicklung und in der Friedenssicherung in jedem Land", fuhr er fort. Seine Regierung ersuche daher ihr Mitwirken an der Lösung lokaler Auseinandersetzungen.

Lokale Kämpfe und humanitäre Krisen gefährden immer noch die Umsetzung des Friedensabkommens von 2005 zwischen dem Südsudan und der Regierung in Khartum, der einen jahrzehntelangen Krieg zwischen Norden und Süden des Sudan beendete. Im Südwesten etwa, leidet die Bevölkerung unter Überfällen der Lord's Resistance Army (LRA), einer aus Uganda stammenden Rebellentruppe, die aus einer christlich-esoterischen Bewegung hervorging. Im Jahr 2011 soll ein Referendum zur Unabhängigkeit des Südsudan stattfinden.