Kirchen überfallen und geschändet in Venezuela

Gewalt und Proteste im südamerikanischen Land dauern weiter an

Rom, (Fides) | 306 klicks

Verschiedene Kirchen wurden Zielscheibe der Gewalt, zu der es in den vergangen Tagen in Venezuela kam. Dies teilte der Untersekretär der Bischofskonferenz, Victor Hugo Basabe mit. „Einige Kirchen befinden sich an Orten, wo das Konfliktpotential groß war und wurden von gewaltbereiten Gruppen überfallen“, so der Kirchenvertreter, „zum Teil auch während der Gottesdienste“. Betroffen sei zum Beispiel die Kirche der Heiligen Barbara in Mérida. Der katholische Priester José Palmar sei bei einer Demonstration in Maracaibo am 19. Februar von Sicherheitskräften angegriffen worden. 

Bischof Rafael Conde von Maracay berichtet hingegen von Plünderungen und vandalischen Aktionen in den Pfarreien La Candelaria und Otra Banda de La Victoria in Ribas im Staat Aragua, wo unter anderem ein Tabernakel verwüstet und Hostien auf den Boden geschmissen wurden. Bischof Conde beklagt auch vandalische Aktionen in der La Candelaria in Maracay. „Die Unsicherheit betrifft uns alle und macht keine Unterschiede, es wird nicht gefragt und wir leiden alle unter der Gewalt“, so der Bischof.

Unterdessen kam gestern in Tachira ein 24jähriger Student ums Leben. Während Präsident Maduro zum dritten „Friedensgespräch“ einlädt, lehnt die Opposition eine Teilnahme ab. Der Generalsekretär der OEA (Organisation der Amerikanischen Staaten), José Miguel Insulza, teilte gestern Abend gegenüber der internationalen Presse mit, dass die katholische Kirche eine Mittlerrolle bei den Friedensgesprächen übernehmen soll. (CE)

(Quelle: Agenzia Fides, 11/03/2014)