Kirchen und Ärzte kritisieren Gesetzentwurf zur Sterbehilfe

Deutsche Bischofskonferenz, EKD und Bundesärztekammer einig: Verbot nur gewerbsmäßiger Sterbehilfe greift zu kurz

Rom, (ZENIT.org) Jan Bentz | 675 klicks

In einer Gesprächsrunde zur Medizinethik am 10. April haben die Bundesärztekammer, die Deutsche Bischofskonferenz und der Rat der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) den vorliegenden „Gesetzentwurf zur Strafbarkeit der gewerbs­mäßigen Förderung der Selbsttötung“ übereinstimmend kritisiert. Dies berichtet das Deutsche Ärzteblatt. Es herrsche Einigkeit darüber, dass ein Verbot lediglich des gewerbsmäßigen, also gewinn­orientierten Handelns im bisherigen Gesetzentwurf zu kurz greife.

Man befürchte, eine solche Engführung könne den Eindruck erwecken, alle nicht kommerziellen Formen seien als legitim zugelassen. Eine Mitwirkung von Ärzten beim Suizid widerspräche darüber hinaus dem ärztlichen Ethos und sei ethisch nicht zu recht­fertigen. Außerdem wies man eine rechtliche Einschränkung der Garantenpflicht des Arztes zurück.