Kirchenlehrer der Neuzeit

Neuerscheinung im Lepanto Verlag anlässlich des Jahres des Glaubens

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ROM, 24. Oktober 2012 (ZENIT.org).Pünktlich zum Beginn des „Jahres des Glaubens“ veröffentlicht der Lepanto-Verlag einen Sammelband der Katechesen der Mittwochsaudienzen von Papst Benedikt XVI. Der Papst stellt in dieser Katechesenreihe die Kirchenlehrer der Neuzeit vor.

„Aus der überaus großen Schar der Heiligen ernennt die Kirche einige sehr spezielle zu „Kirchenlehrern“ ‑ Menschen, deren Lehre und Leben für die ganze Christenheit von ganz besonderer Bedeutung sind. Sie müssen sich auszeichnen durch Heiligkeit des Lebens und hervorragende Kenntnisse im Hinblick auf den Glauben bzw. die Theologie. Der Papst stellt uns sechs solcher Männer und zwei solcher Frauen als Kirchenlehrer bzw. Kirchenlehrerinnen ebenso sachkundig wie lebendig vor Augen. Damit fordert er uns gleichsam zur Beschäftigung mit diesen Gestalten des Glaubens auf“, so P. Daniel Eichhorn in seinem Vorwort.

Sämtliche jener sechs Kirchenlehrer und zwei Kirchenlehrerinnen, die der Heilige Vater uns vorstellt, seien Menschen der Neuzeit. Selbstverständlich habe jede Zeit ihre besonderen Anschauungen und Verhaltensmuster. Doch außerhalb dieser eher vordergründigen Wandlungen gebe es etwas Bleibendes im Wesen des Menschen. Seine Bedürfnisse, Antriebe
und Wünsche seien im Grunde die gleichen, und deshalb sei die Lehre der hier vorgestellten
acht Kirchenlehrer eine noch heute gültige, sogar in gewisser Weise ewig gültige. Ihre Lehre sei Weisheit und Erfahrung.

Der Papst zeige anhand der Lebenswege der Heiligengestalten auch, dass der Weg zur Heiligkeit grundsätzlich für alle Menschen offen und gangbar ist, und lade dazu ein, die zeitlosen Anregungen, Hilfestellungen und Gebete dieser Heiligen neu zu entdecken.

Jeder Leser sei eingeladen, sich aus der Schar der Heiligen jene herauszusuchen, die ihm in besonderer Weise entsprächen, und sie sich zu persönlichen Freunden und Lehrmeistern christlicher Weisheit zu machen, so Eichhorn.

„Habt keine Angst, euch nach dem hohen Ziel der Heiligkeit auszustrecken. Heilig kann jeder werden, der mit Christus in lebendiger Verbindung bleibt. In all unseren Unzulänglichkeiten wird der Herr uns in seiner Gnade und Liebe formen...Wenn ein Mensch eine große Liebe in sich trägt, dann verleiht diese Liebe ihm gleichsam Flügel, und er erträgt alle Beschwernisse des Lebens leichter, weil er dieses große Licht in sich trägt“, so rundet der Papst mit einer Katechese über die Heiligkeit die Reihe ab.

Petrus Canisius und Robert Bellarmin als Männer der Wissenschaft, Theresa von Avilá als Mystikerin, Johannes vom Kreuz als Lehrer der Mystik, die schlichte Selbsthingabe der Therese von Lisieux und die vornehme Sanftheit eines Franz von Sales: faszinierende, weite Horizonte heiligen Lebens werden dem Leser eröffnet.

Es fehle auch nicht der Bogen zu den Heiligen des Alltags, ganz bescheidenen Menschen ohne sichtbaren Heroismus, die den Papst in seinem Leben persönlich am meisten berührt hätten, ergänzt Eichhorn.

Die bleibende Botschaft der vorgestellten Persönlichkeiten sei „Der Glaube an das Licht Gottes in dieser Welt, jener Glaube an Christus im Heiligen Geist, den uns Papst Benedikt XVI. immer neu lehrt! Jener Glaube, der zur  Heiligkeit führt, die nichts anderes als ‚das Maß des christlichen Lebens‘ ist.“[jb]

Buchtipp:
Benedikt XVI.
Kirchenlehrer der Neuzeit

Lepanto Verlag
124 Seiten mit zahlr. Abbildungen
Preis: €19.80