Kirchenvertreter im Heiligen Land bitten um Unterstützung für Christen in Gaza

Papst Benedikt XVI. hat eine persönliche Spende getätigt

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JERUSALEM, 20. Januar 2009 (ZENIT.org).- Während der Krieg im Gazastreifen seit Sonntag zumindest vorerst zu einem Ende gekommen zu sein scheint, ringen Kirchenvertreter im Heiligen Land um eine langfristige Lösung.

Kustos Pierbattista Pizzaballa, der oberste Franziskaner im Nahen Osten, und das Lateinische Patriarchat für Jerusalem haben zur weltweiten Solidarität mit den Christen im Gazastreifen aufgerufen. Die rund 2.500 dort lebenden Christen, die zusammen mit Ordensleuten und kirchlichen Vertretern im umkämpften Gebiet leben, seien dringend auf finanzielle Hilfe angewiesen, heißt es aus Jerusalem.

Papst Benedikt XVI. hatte den Christen im Gazastreifen eine persönliche Spende zukommen lassen. Die Gelder seien über den Päpstlichen Rat „Cor unum" an den Pfarrer von Gaza, Msgr. Manuel Musallam, an die dort tätigen Mutter-Teresa-Schwestern sowie an weitere Ordensgemeinschaften gegangen, berichtete der Heilige Stuhl bereits am vergangenen Samstag. Die Mittel, über deren Höhe der Vatikan keine Angaben machte, seien für die kleine, aber engagierte katholische Gemeinde bestimmt. Der von Kardinal Paul J. Cordes geleitete Päpstliche Rat „Cor unum" ist für die Begleitung und Koordination der kirchlichen Hilfsmaßnahmen weltweit zuständig.

Nach 22 Tagen Krieg haben Israel und die Hamas in der Nacht zum Montag den getrennt voneinander ausgerufenen Waffenstillstand offenbar eingehalten. Die israelischen Panzer wurden nach Augenzeugenberichten von mehreren Stellungen abgezogen, unter anderem bei Dschabalija und Beit Lahia. Auch die wichtigste Stellung bei Nezarim wurde geräumt, so dass erstmals seit Kriegsausbruch wieder eine Verbindung zwischen dem nördlichen und dem südlichen Teil des Gazastreifens besteht. Der Papst hatte in den letzten Wochen mehrfach seine Verbundenheit mit den Not leidenden Menschen im Kriegsgebiet bekundet und zum Ende der Kampfhandlungen aufgerufen.

Mehr Information über die direkte Unterstützung des Hilfswerks für die Christen im Heiligen Land unter: www.custodia.org