Kirchliche Bewegungen: Bischöfe nehmen neue Gaben des Heiligen Geistes in den Blick

Studientagung des Päpstlichen Rates für die Laien von 15. bis 17. Mai in Rocca di Papa (Italien)

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ROM, 14. Mai 2008 (ZENIT.org).- Rund 100 Bischöfe werden auf Einladung des Päpstlichen Rates für die Laien vom 15. bis zum 17. Mai in Rocca di Papa bei Rom zusammenkommen, um über „kirchliche Bewegungen und neue Gemeinschaften als Gabe des Heiligen Geistes“ nachzudenken.



Bei ihren Überlegungen werden die Hirten nach Angaben des Päpstlichen Rates eine Aufforderung des Papstes an die deutschen Bischöfe anlässlich ihres Ad-limina-Besuchs im November 2006 besonders beherzigen. Benedikt XVI. hatte damals seine Mitbrüder gebeten, „mit viel Liebe auf die Bewegungen zuzugehen“.

Die Zeit, die seit einem ähnlichen Treffen über kirchliche Gemeinschaften und Bewegungen im Jahr 1999 verstrichen ist, habe gerade „im Hinblick auf eine bessere gegenseitige Kenntnis und ein stärkeres Bewusstsein für die Rolle, die diese verschiedenen Realitäten im Werk der Neuevangelisierung spielen“, viele Früchte hervorgebracht, berichtete der Laienrat. Darüber hinaus verwies das Dikasterium diesbezüglich auf die „vollkommene Fortführung des Lehramtes des Dieners Gottes Johannes Paul II. im Denken Benedikts XVI.“

Die Bischöfe werden bei ihren Beratungen von Vertretern aus 20 verschiedenen Bewegungen und Gemeinschaften unterstützt werden. Kardinal Tarcisio Bertone, der Staatssekretär des Papstes, wird die Tagung morgen, Donnerstag, eröffnen. Für den Schlusstag (17. Mai) ist eine Begegnung mit Benedikt XVI. vorgesehen.

Der Bischof von Rom hatte vor zwei Jahren während des Empfangs der deutschen Bischöfe erklärt: „Nach dem Konzil hat uns der Heilige Geist die ‚Bewegungen‘ geschenkt. Sie können dem Pfarrer oder dem Bischof manchmal etwas eigenwillig erscheinen, aber sie sind Orte des Glaubens, in denen junge und erwachsene Menschen das Lebensmodell des Glaubens als Chance für heute erfahren. Deshalb bitte ich euch, mit viel Liebe auf die Bewegungen zuzugehen. Da und dort müssen sie korrigiert, ins Ganze der Pfarrei oder des Bistums eingefügt werden. Aber die je eigene Art ihres Charismas müssen wir achten und froh sein, dass gemeinschaftliche Gestalten des Glaubens entstehen, in denen das Wort Gottes Leben wird.“