Kirchliche Gemeinschaft gelingt nur im Miteinander

Johann Schneider zu Chancen kirchlicher Präsenz im ländlichen Raum

Rom - Hannover, (ZENIT.orgVELKD) | 270 klicks

In der aktuellen Ausgabe der „VELKD-Informationen“ (Nr. 140) spricht sich Regionalbischof Dr. Johann Schneider, Propstsprengel Halle-Wittenberg der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland (EKM), für eine lokal verankerte und auf Kontinuität angelegte Gemeindearbeit aus. Unter dem Titel „Die Identität evangelischer Gemeinschaften – unsere Kirche in der Fläche“ skizziert Schneider die Veränderungen der heutigen Gemeinschaftskultur und zeigt die Chancen einer zugewandten, fürsorglich agierenden Kirche vor Ort auf. Kirchliche Gemeinschaft sei auf Dauer angelegt und zeichne sich gerade im ländlichen Raum durch ein „generationsübergreifendes Miteinander“ aus, so Johann Schneider in seinem Beitrag. Das unterscheide sie positiv von „allen fragmentarischen, losen und schnelllebigen“ Formen von Gemeinschaft. „Würde das lokale Miteinander aufgekündigt, verlöre kirchliche Gemeinschaft ein Spezifikum oder zumindest ihre glaubwürdige Zuwendung zu den Menschen als wesentliches Identitätsmerkmal“, konstatiert der Regionalbischof. 

Darüber hinaus beinhalten die aktuellen VELKD-Informationen wiederum ein kommentiertes Lutherzitat, das sich anhand einer Passage aus der Torgauer Einweihungspredigt mit der Differenz zwischen physischem und spirituellem Kirchenraum beschäftigt. 

Außerdem gibt die Ausgabe einen Quartalsrückblick über die Pressemeldungen der VELKD, des Deutschen Nationalkomitees des Lutherischen Weltbundes (DNK/LWB) sowie des LWB selbst. Darunter findet sich auch der ausführliche Kommentar des Catholica-Beauftragten der VELKD, Landesbischof Prof. Dr. Friedrich Weber, zum Dokument „From Conflict to Communion“ (Vom Konflikt zur Gemeinschaft) der gemeinsamen Dialogkommission von Lutherischem Weltbund und Päpstlichem Einheitsrat sowie der Hinweis auf das Magazin „65 Seiten VELKD“, das anlässlich der Gründung der VELKD am 8. Juli 1948 erschienen ist.