Klimawandel: Caritas International und Diakonie verständigen sich auf enge Zusammenarbeit

Vorsorge vor Katastrophen, die größte Herausforderung

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BONN, 18. Februar 2008 (ZENIT.org).- Der Klimawandel verändert die gesamte humanitäre Hilfe. Darauf haben Caritas international und Diakonie Katastrophenhilfe am Donnerstag auf der gemeinsam veranstalteten Klimakonferenz „Klimawandel und Katastrophenvorsorge" hingewiesen. Die Häufigkeit und Intensität von klimabedingten Überschwemmungen, Dürren und Erdrutschen nehme jährlich zu und habe sich in den vergangenen 20 Jahren verdoppelt. Die beiden christlichen Hilfswerke verständigten sich dshalb auf eine enge Zusammenarbeit in diesem Bereich.

„Unsere Partner in den Entwicklungsländern fragen uns, was wir im Norden als Hauptverursacher des Klimawandels dafür tun, die Treibhausgase zu reduzieren und für die Schäden unseres Handelns aufzukommen. Es geht deshalb nicht mehr allein um Barmherzigkeit und Nächstenliebe, sondern auch um unsere Verpflichtung zur Schadensbegrenzung und um Gerechtigkeit, das heißt um Kompensation für Schäden, die von uns verursacht worden sind", erklärten Oliver Müller. Leiter von Caritas International, und Cornelia Füllkrug-Weitzel, Direktorin der Diakonie Katastrophenhilfe.

Als kirchliche Hilfswerke fühle man sich besonders herausgefordert, dieser Verantwortung gerecht zu werden. Angesichts der prognostizierten Zunahme von klimabedingten Katastrophen sei eine Bündelung der Kräfte wichtig, um der Größe der Herausforderung zu begegnen. Deshalb wolle man in Zukunft auf fachlich-wissenschaftlichem Gebiet eng zusammenarbeiten, gemeinsam Klimaschutz- und Klimapräventionsprojekte durchführen, gemeinsam Partner schulen und sie zum gegenseitigem Austausch zusammenbringen.

Beide Organisationen können auf eine lange Erfahrung in der Katastrophenhilfe und Katastrophenvorsorge zurückblicken. Sie verfügen in allen vom Klimawandel bedrohten Regionen über ein dichtes Netz von Partnerorganisationen, deren Mitarbeitende sich in der Regel aus der lokalen Bevölkerung rekrutieren, die Lebensumstände und Nöte der Menschen aus nächster Nähe kennen und am besten mit ihnen gemeinsam Art und Umfang der benötigten Hilfe bestimmen können.

„Wir dürfen mit Maßnahmen der Katastrophenvorsorge nicht länger warten, wollen wir nicht Gefahr laufen, dass es zu spät ist", appellierten Füllkrug-Weitzel und Müller.

Weitere Informationen zur Klimatagung finden Sie im Internet unter: www.diakonie-katastrophenhilfe.de/tagung und www.caritas-international.de/klimakonferenz.