„Klonvater“ Ian Wilmut schlägt neuen, ethisch unbedenklichen Weg ein

Die Zerstörung menschlicher Embryonen könnte der Geschichte angehören

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EDINBURGH, 19. November 2007 (ZENIT.org).- Der „Vater“ von Klonschaf Dolly, Professor Ian Wilmut, hat vor kurzem seine Entscheidung bekannt gegeben, sein ursprüngliches Ziel, menschliche Embryonen zu klonen, nicht mehr weiterzuverfolgen. Stattdessen wolle er einen verheißungsvolleren Forschungsweg gehen, nämlich die Gewinnung von menschlichen embryonalen Zellen aus erwachsenen Zellen.



Professor Wilmut, der an der Universität Edinburgh (Schottland) unterrichtet, ist nach Medienberichten davon überzeugt, dass die Methode des japanischen Forschungsteams um Professor Shinya Yamanaka an der Universität Kyoto im Hinblick auf die Forschung und in weiterer Folge der möglichen Therapie von Krankheiten zukunftsweisend und zudem ethisch unbedenklich ist, da sie nicht auf die Verwendung und Zerstörung von menschlichen Embryonen angewiesen ist.

Yamanaka hat an Mäusen nachgewiesen, dass es möglich ist, Hautzellen in pluripotente Zellen umzuformen. Zum selben Ergebnis sind nach Angaben gut informierter Wissenschaftler zwei Spezialistenteams in Japan beziehungsweise den USA bei der Forschung mit menschlichen Stammzellen gekommen. Ihre Ergebnisse sollen noch in dieser Woche in einem renommierten Fachjournal vorgestellt werden.

Diese neuen Ergebnisse bedeuten, dass es nicht mehr notwendig sein wird, menschliche Embryonen zu zerstören, um embryonale Stammzellen zu gewinnen. Allerdings gibt es gegenwärtig noch keine einzige Therapie mit embryonalen Stammzellen.

Was die Forschung mit adulten Stammzellen angeht, sieht die Sache anders aus: Hier sind mehr als 1.600 Studien über verschiedene Therapieformen bekannt.