Kloster-Neubau am See Genezareth

Kardinal Meisner dankt Kirche in Not für die Unterstützung

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MÜNCHEN, 22. Mai 2012 (ZENIT.org). - Der Kölner Erzbischof Joachim Kardinal Meisner hat die Unterstützung des katholischen Hilfswerkes „Kirche in Not“ beim Neubau eines Benediktinerklosters in Tabgha am See Genezareth gewürdigt. „Tausend Dank dem Hilfswerk ‚Kirche in Not‘ für das, was es für den Klosterneubau getan hat und auch sonst für die Kirche tut“, sagte der Kardinal anlässlich der Segnung des Gebäudes an Christi Himmelfahrt im Gespräch mit dem Hilfswerk. „Die Mönche von Tabgha sind die Männer von Galiläa, die wie bei der Himmelfahrt des Herrn nach oben blicken. Das ist ihr Dienst. Sie helfen uns dabei, dass wir den Himmel nicht vergessen“, so der Kardinal.

Zuvor hatte der Kölner Erzbischof ein feierliches Pontifikalamt in der Klosterkirche des Heiligtums von der Wunderbaren Brotvermehrung in Tabgha gefeiert und anschließend den benachbarten Neubau eingeweiht. Er nahm die Segnung als Präsident des Deutschen Vereins vom Heiligen Lande vor; der Verein ist Bauherr und Eigentümer des Geländes. An den Feierlichkeiten nahmen auch der Apostolische Nuntius in Israel, Erzbischof Antonio Franco, sowie der Lateinische Alt-Patriarch von Jerusalem, Michel Sabbah, teil.

Die Benediktiner sind seit 1939 in Tabgha ansässig. Der Neubau in dem erdbebengefährdeten Gebiet war nötig geworden, weil das alte Gebäude aus den 1950er-Jahren ohne Fundamente gebaut wurde und vom Einsturz bedroht war.

Pater Jeremias Marseille OSB, dem Beauftragten für den Neubau, zufolge haben die Hauptlast der Kosten neben dem Verband der Diözesen Deutschlands (VDD) zwölf deutsche Bistümer und der Deutsche Verein vom Heiligen Lande getragen. Daneben gab es zahlreiche Einzelspenden, unter anderem von „Kirche in Not“. Die Unterstützung durch das internationale katholische Hilfswerk diente zur Mitfinanzierung eines klimatisierten Oratoriums innerhalb der Klausur. Die Sommer am See Genezareth können bis zu 50 Grad heiß sein. Außerdem ist es in der Klosterkirche wegen der vielen Besucher oft sehr laut. Das neue Oratorium ermöglicht es deshalb den Mönchen, sich in Stille zum Gebet zurückzuziehen.

Im Priorat Tabgha werden ab Sommer sechs Mönche leben. Sie bilden das einzige Monasterium mit öffentlichem Stundengebet am See Genezareth. Der geistliche Auftrag der Mönche besteht laut Pater Jeremias darin, sich einzuüben, mit den Menschen Gott zu suchen und in der Liebe zu Christus zu wachsen. Ausdrücklich dankte er den Spendern von „Kirche in Not“ für die Unterstützung: „Mögen sie alle im Geiste Jesu Christi gesegnet sein. ER hat sich hier am Ufer des Sees Genezareth vielen Menschen offenbart und tut es auch heute noch auf seine Weise.“