Kollekte der Gründonnerstagsmesse des Papstes für Christen in Syrien

Erzbischof von Damaskus: Großherzige Geste der Weltkirche

| 1035 klicks

ROM, 28. März 2012 (ZENIT.org). - Die Kollekte des Gottesdienstes mit Papst Benedikt XVI. am Gründonnerstag ist dieses Jahr für die syrischen Flüchtlinge bestimmt. Dies bezeichnet der maronitische Erzbischof von Damaskus, Samir Nassar, gegenüber dem Fidesdienst als „eine großherzige Geste des Heiligen Vaters mit Blick auf die große Not unseres Volkes, das auch unter den Auswirkungen des Embargos leidet“.

Die gesammelten Spenden sollen bereits am darauf folgenden Tag, dem Karfreitag, dem Päpstlichen Rat „Cor Unum“ zur Verfügung gestellt werden, der diese an Caritas Syrien weiterleiten wird. Die Spenden sind ausdrücklich für die Opfer des Konflikts bestimmt.

„Diese Geste der Verbundenheit und Solidarität ist für uns von großer Bedeutung: Sie lässt uns die Nähe der Weltkirche mit den Gläubigen in Not spüren“, so der Erzbischof weiter. „Wir wissen um die Aufforderungen des Papstes zu Waffenstillstand, Frieden, Dialog und Freiheit in Syrien und hoffen, dass diese wahr werden“.


Über 20.000 Flüchtlinge aus Syrien suchten im Libanon Zuflucht vor dem Krieg, und es würden weitere erwartet. Der Präsident von Caritas Libanon, Pfarrer Simon Faddoul , warnt im Gespräch mit dem Fidesdienst: „In den vergangenen Tagen haben wir etwa weiter hundert Familien aufgenommen, wahrscheinlich sind es sogar noch mehr und der Flüchtlingsstrom reißt nicht ab. Die Situation verschlechtert sich zusehends und wir befinden uns bereits in einer Notlage. Unsere freiwilligen Helfer tun ihr Möglichstes und versuchen, den Menschen nahe zu sein, die hier körperlich erschöpft und unter extremen psychischen Belastungen ankommen“.

Die Hilfe des Papstes „ist eine wunderbare Initiative, die uns Mut macht“, so der Präsident von Caritas Libanon. „Wir danken dem Heiligen Vater und seinen Mitarbeitern für diese besondere Aufmerksamkeit. Der Papst stellt seine Verbundenheit mit allen unter Beweis, die in der Welt Not leiden insbesondere mit den Menschen in Syrien, die sich in einer dramatischen Situation befinden. Wir hoffen und beten, dass die Not der Menschen in Syrien bald ein Ende haben wird.“