Kolumbien: Erzbischof Castro ist neuer Vorsitzender der Bischofskonferenz

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BOGOTA, 7. Juli 2005 (ZENIT.org).- Erzbischof Luis Augusto Castro Quiroga von Tunja ist der neue Vorsitzende der kolumbianischen Bischofskonferenz. Bekannt wurde er durch seine wirkungsvolle Vermittlungsarbeit zwischen den Konfliktparteien.



Am vergangenen Dienstag wählten die 85 Bischöfe Kolumbiens, die zu ihrer Jahresvollversammlung nach Bogota gekommen waren, den 63-jährigen Erzbischof Castro zum Nachfolger von Kardinal Pedro Rubiano Sáenz. Der 72-jährige Oberhirte von Bogota hatte den Vorsitz der Bischofskonferenz drei Jahre geführt, wie es der Norm entspricht.

In einer ersten Reaktion sagte Erzbischof Castro, dass er seine Ernennung voller Glauben und Optimismus annehme und hoffe, seinem Land und der Kirche vor allem über den Weg des Dialogs mit allen Seiten dienen zu können, heißt es in einer Presseerklärung der kolumbianischen Bischofskonferenz.

"Meine Aufgabe als Vorsitzender der kolumbianischen Bischofskonferenz wird darin bestehen, den Frieden zu fördern und das Leben zu schützen. Alle bitte ich um ihre Unterstützung, damit ein echter Gesprächsprozess in Gang kommen kann, der Kolumbien Aussöhnung bringt."

Ende Juni waren bei einem Feuergefecht in der Region Putumayo im Südwesten des Landes mindestens 17 Soldaten ums Leben gekommen. Mitglieder der "Revolutionären Streitkräfte Kolumbiens" (FARC) hatten einen Armeekonvoi in der Nähe der Stadt Puerto Asis an der Grenze zu Ecuador angegriffen.