Kommission „Ecclesia Dei“ wird in die Kongregation für die Glaubenslehre eingegliedert

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ROM, 11. März 2009 (ZENIT.org).- Die Unterscheidung zwischen der die Personen als Personen betreffenden disziplinären Ebene und der doktrinellen Ebene, bei der Amt und Institution in Frage stehen, macht es für Papst Benedikt XVI. notwendig, die Päpstliche Kommission „Ecclesia Dei“ in die Kongregation für die Glaubenslehre zu integrieren.



„Ecclesia Dei“ ist seit 1988 für diejenigen Gemeinschaften und Personen zuständig, die von der Bruderschaft Pius’ X. oder ähnlichen Gruppierungen kommend in die volle Gemeinschaft mit dem Papst zurückkehren wollen.

In seinem Schreiben an die Bischöfe der Welt verdeutlicht der Papst, dass die jetzt zu behandelnden Probleme wesentlich doktrineller Natur sind. Sie beträfen vor allem die Annahme des II. Vatikanischen Konzils und des nachkonziliaren Lehramts der Päpste.

Die innere Struktur der Kollegialität, innerhalb derer die Kongregation die anfallenden Fragen bearbeitet, würde die Einbeziehung der Präfekten verschiedener römischer Kongregationen und des weltweiten Episkopats in die zu fällenden Entscheidungen gewährleisten.

Benedikt XVI. betont, dass es unmöglich sei, „die Lehrautorität der Kirche im Jahr 1962 einzufrieren“. Dies müsse der Priesterbruderschaft St. Pius X. klar sein. Gleichzeitig aber ruft der Papst denen, „die sich als große Verteidiger des Konzils hervortun“, in Erinnerung, „dass das II. Vaticanum die ganze Lehrgeschichte der Kirche in sich trägt. Wer ihm gehorsam sein will, muss den Glauben der Jahrhunderte annehmen und darf nicht die Wurzeln abschneiden, von denen der Baum lebt“.