Konferenz der südostasiatischen Geberländer soll Erdbebenopfern helfen

Die Lage in Myanmar ist weiterhin dramatisch

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YANGON/MYANMAR, 21. Mai 2008 (ZENIT.org).- Eine bessere Verteilung der Hilfen für Tausende, die unter dem Tropensturm, der den Süden von Myanmar vor zwei Wochen heimsuchte, zu leiden haben, soll jetzt organisiert werden. Dies erklärte der thailändische Außenminister Noppadom Pattama.

Die Lage in Myanmar ist weiterhin dramatisch. Nach offiziellen Angaben beträgt die Zahl der Todesoper und Vermissten insgesamt 134.000. Internationale Organisationen, darunter auch die UNO, vermuten, dass die tatsächliche Zahl der Opfer bei bis zu 200.000 liegen könnte. Caritas bezeichnete die Naturkatastrophe als eine „noch nie da gewesene Tragödie“.

Wie der Päpstliche Nachrichtendienst Fides berichtete, wollen die zuständigen Behörden in Myanmar Ende Mai eine Konferenz der südostasiatischen Geberländer veranstalten, die in Yangon stattfinden soll.

Der birmanische Außenminister Nyan Win wird nach Verlautbarungen aus Bangkok insbesondere die ASEAN-Länder zu der Konferenz einladen.

In Singapur fand unterdessen ein Treffen der Außenminister dieser Länder statt, bei dem humanitäre Hilfen für Myanmar im Mittelpunkt standen. Mitgliedsstaaten des ASEAN sind Malaysia, Myanmar, Indonesien, Philippinen, Brunei, Laos, Vietnam, Singapur, Thailand und Kambodscha. Der Generalsekretär des ASEAN, Surin Ptswuin, soll das vom Zyklon heimgesuchte Land besuchen und das Ausmaß der Schäden vor Ort beurteilen.

Nach Angeben der Vereinten Nationen warten zwischen 1,6 bis 2,5 Millionen Menschen immer noch auf Hilfe. Unterdessen sind rund 70 Hilfs-Einheiten mit Unterstützung der Vereinten Nationen im Irrawaddy-Delta tätig, wo sie Medikamente, Mosquito-Netze, Zelte und Anlagen zur Wasseraufbereitung verteilen. Die Gefahr der Verbreitung von Seuchen ist im Steigen begriffen. Nach Angaben von UNICEF benötigen rund eine Million Kinder dringend Hilfe.