Konferenz "Sozialenzyklika 'Centesimus Annus' und die Zukunft Europas"

| 1505 klicks

ROM, 4. Mai 2006 (ZENIT.org).- Heute, Donnerstag, hat in Rom anlässlich des 15. Jahrestages der Veröffentlichung der Sozialenzyklika Centesimus Annus eine Studientagung stattgefunden.



Der ehemalige spanische Ministerpräsident José Maria Aznar sprach in diesem Zusammenhang über die politische, kulturelle und wirtschaftliche Reform und die Zukunft Europas. Mart Laar, ehemaliger Ministerpräsident von Estland und Preisträger 2006 des "Milton-Friedman-Preises für den Forschritt der Freiheit", referierte vor dem Hintergrund der Erfahrungen in seiner ehemals kommunistischen Heimat über verschiedene Aspekte der kirchlichen Soziallehre.

Erzbischof Rino Fisichella, Rektor der Päpstlichern Lateranuniversität und Kaplan des italienischen Parlaments, sowie Robert Sirico, Präsident vom Acton Institute für Studien zu Religion und Freiheit in den USA, leiteten die Tagung.

Die Konferenz "Sozialenzyklika 'Centesimus Annus' und die Zukunft Europas" war die dritte Veranstaltung, die das "Acton Institute" in Rom zum Jahrestag der Veröffentlichung der Enzyklika veranstaltete. Das revolutionäre Schreiben Johannes Pauls II. wurde am 1. Mai 1991 unterzeichnet.

Das letzte Kapitel der Sozialenzyklika trägt den Titel "Der Mensch ist der Weg der Kirche". Dort heißt es: "Das wahre und ewig 'Neue' kommt zu allen Zeiten aus der unendlichen Macht Gottes, der spricht: 'Seht, ich mache alles neu' (Offb 21,5). Diese Worte beziehen sich auf die Vollendung der Geschichte, wenn Christus 'seine Herrschaft Gott, dem Vater, übergibt..., damit Gott herrscht über alles und in allem' (1 Kor 15,24.28). Aber der Christ weiß, dass das Neue, das wir in seiner Fülle bei der Rückkehr des Herrn erwarten, schon gegenwärtig ist seit der Erschaffung der Welt, und zwar seitdem Gott in Jesus Christus Mensch geworden und mit ihm und durch ihn den Menschen zu einer 'neuen Schöpfung' gemacht hat (2 Kor 5,17; Gal 6,5)."