Kongo: SECAM fordert Beendigung der Konflikte im Land

Schlussbotschaft der Vollversammlung der Bischofskonferenzen von Afrika und Madagaskar

Rom, (Fides) | 362 klicks

Die Bischöfe der Demokratischen Republik Kongo appellieren an die afrikanischen Politiker mit der Bitte um „Beendigung des blutigen Krieges in der Demokratischen Republik Kongo“ und „Einsatz für das Wohl aller“. Der Appell wurde am Rande der Vollversammlung der Bischofskonferenzen von Afrika und Madagaskar (SECAM) veröffentlicht, die in den vergangenen Tagen in Kinshasa tagte. In der Schlussbotschaft, die dem Fidesdienst vorliegt, fordern die Bischöfe alle afrikanischen Bürger auf „sich für eine gerechte soziale Ordnung zu engagieren“, die für alle die auf der Grundlage der Menschenwürde existierenden Rechte garantiere.

Die afrikanischen Bischöfe beklagen in ihrer Erklärung insbesondere die Konflikte im Osten der Demokratischen Republik Kongo, bei denen bereits Millionen Menschen starben und bei denen es zu Gräueltaten, Gewalt und Vergewaltigungen und Menschenrechtsverstößen kommt.

Die Bischöfe „laden alle beteiligten Parteien zur Suche nach Lösungen für diesen Krieg und Bemühungen um Frieden ein.“ In diesem Zusammenhang wenden sie sich an die Vereinten Nationen, die Europäische Union und die Afrikanische Union. 

Auf Initiative der Bischöfe des SECAM sollen im Rahmen eines strategischen Fünfjahresplans für die Jahre von 2013 bis 2018 Projekte auf den Weg gebracht werden, die gute Regierungsführung, demokratische Praxis und Gemeinwohl fördern. „Wir wollen starke Signale aussenden: jede Bischofskonferenz soll spezifische Maßnahmen auf den Weg bringen, die das Verantwortungsbewusstsein aller fördern“, so der stellvertretende Vorsitzende des SECAM, Erzbischof Gabriele Mbilingi von Lubango in Angola.

„Afrika braucht heute Barmherzige Samariter in der Politik, die in der Lage sind, die Organisation der Gesellschaft in der Art zu organisieren, damit das Gemeinwohl zur Priorität wird“, so Bischof Louis Portella Mbuyu von Kinkala (Kongo) in seiner Predigt beim Schlussgottesdienst für die Teilnehmer der Vollversammlung. Das Augenmerk für das Gemeinwohl, so der Bischof, bringe mit sich, das die Verantwortlichen in der Politik und in der Wirtschaft, „Reichtum und Macht nicht im eigenen Interesse nutzen sondern im Dienste ihrer Brüder und Schwestern.“

(Quelle: Fidesdienst, 15/07/2013)