Kongregation für die Glaubenslehre wird maßgebliches Schreiben über das Wesen der Kirche veröffentlichen

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ROM, 6. Juli 2007 (ZENIT.org).- Am Dienstag der nächsten Woche wird die Kongregation für die Glaubenslehre ein wichtiges Dokument über das Wesen der Kirche veröffentlichen. Mit diesem Schreiben wird die Einzigartigkeit der katholischen Kirche bestimmt und in ihrem Sinn und Inhalt ausgeführt. Gleichzeitig kommt es zu einer Erklärung des Verhältnisses der katholischen Kirche zu den orthodoxen Ostkirchen und den protestantischen kirchlichen Gemeinschaften. Die Gemeinschaft der katholischen Kirche mit der orthodoxen Kirche sei durch die ununterbrochene apostolische Sukzession gewährleistet; gleichzeitig aber fehlt zur vollen Einheit der Bezug der Ostkirchen zum Nachfolger Petri. Die protestantischen Gemeinschaften hingegen könnten nicht als Kirchen im eigentlichen Sinn bezeichnet werden.



Ausgangspunkt der Arbeit der Glaubenskongregation waren die über viele Jahre hinweg eingegangenen Nachfragen zu einem Kernpunkt der dogmatischen Konstitution Lumen Gentium. In der Nummer 8 der Konstitution über die Kirche ist in der deutschen Fassung zu lesen: „Dies ist die einzige Kirche Christi, die wir im Glaubensbekenntnis als die eine, heilige, katholische und apostolische bekennen (12). Sie zu weiden, hat unser Erlöser nach seiner Auferstehung dem Petrus übertragen (Joh 21,17), ihm und den übrigen Aposteln hat er ihre Ausbreitung und Leitung anvertraut (vgl. Mt 28,18 ff), für immer hat er sie als ‚Säule und Feste der Wahrheit‘ errichtet (1 Tim 3,15). Diese Kirche, in dieser Welt als Gesellschaft verfasst und geordnet, ist verwirklicht in der katholischen Kirche, die vom Nachfolger Petri und von den Bischöfen in Gemeinschaft mit ihm geleitet wird (13). Das schließt nicht aus, dass außerhalb ihres Gefüges vielfältige Elemente der Heiligung und der Wahrheit zu finden sind, die als der Kirche Christi eigene Gaben auf die katholische Einheit hindrängen.“

Die Frage, die Theologen seit 40 Jahren beschäftigt und von deren Beantwortung die Methode der Ökumene abhängt, ist, was es bedeutet, dass diese Kirche „verwirklicht ist in der katholischen Kirche“. Der lateinische Urtext lautet: „Haec Ecclesia … subsistit in Ecclesia catholica“ – die Kirche „subsistiert“ in der katholischen Kirche.

Das Dokument, das gerade für den ökumenischen Dialog von wegweisender Bedeutung sein wird, wird auch in deutscher Sprache veröffentlicht werden.