Kongress „Path to Rome“ in Mexiko-Stadt: Kardinal Rivera würdigt Bekehrungszeugnis

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MEXIKO-STADT, 5. November 2007 (ZENIT.org).- Beim zwölften Kongress „Path to Rome“ („Weg nach Rom“) der internationalen Bewegung Miles Jesu, der vom 2. bis zum 4. November in Mexiko-Stadt ausgetragen wurde, schilderten namhafte Persönlichkeiten ihren ganz persönlichen Weg in den Schoß der römisch-katholischen Kirche.



Die rund 1.000 Mitglieder zählende internationale Bewegung „Miles Jesu“, der auch Ehepaare angehören können, wurde 1964 vom Claretianerpater Alfonso María Durán gegründet. Auf seine Initiative hin findet jährlich eine Begegnung mit hohen Vertretern der Kirche statt, die Lehre und Zeugnis des Stellvertreters Petri in den Mittelpunkt des christlichen Lebens und Apostolats stellen. Im deutschen Sprachraum publiziert die Gemeinschaft die Zeitschrift „Kontinuität“.

Als Schirmherr der gastgebenden Diözese stellte der Oberhirte der Erzdiözese von Mexiko-Stadt, Kardinal Norberto Rivera, den Kongress unter den Schutz der Patronin Amerikas, der Jungfrau von Guadalupe, die in der großen Basilika der mexikanischen Hauptstadt verehrt wird. Er würdigte das Anliegen der Veranstalter, den Blick auf Rom, den Stellvertreter Christi und den Weg treuer Jüngerschaft zu lenken. Das Zeugnis vieler Neubekehrter auf dem Kongress wertete er als lebendigen Impuls für den katholischen Glauben.

Auf der Rednerliste von „Path to Rome“ standen: die Erzherzogin Alexandra von Österreich, Victor R. Claveau MJ (ein Evangelikaler, der sich mit dem Katholizismus ausgesöhnt hat), das Ehepaar Kristine und Martin Franklin, und neben ehemaligen freikirchlichen Missionaren, die in Lateinamerika gewirkt haben, Constantino Raúl Vargas Alvares, ein ehemaliger Zeuge Jehovas.

Die Gläubigen einer wachsenden Kirche benötigten Menschen, die von der Erfahrung des Auferstandenen durchdrungen seien und in allen Schwierigkeiten und Verfolgungen der Kirche und dem Papst die Treue hielten, so Kardinal Rivera. Die Bewegung „Miles Jesu“ würdigte er als Weg dazu, da sie besonders den Lebensschutz und die Ehe betone.

Die Heiligung des Alltags in Familie, Beruf und Gesellschaft ist für die Mitglieder von „Miles Jesu“ von entscheidender Bedeutung: Als Laien in den verschiedenen Bereichen des gesellschaftlichen Lebens „Sauerteig“ des Reiches Gottes zu sein, verstehen sie als Beitrag zur Neuevangelisierung.

Der Gründer von „Miles Jesu“, Pater Alfonso María Durán, 1931 in Madrid geboren, hatte zunächst ein Kunststudium absolviert, ehe er in das Seminar der Claretiner Missionare eintrat. 1956 wurde er zum Priester geweiht. Zwei Jahre später sandte ihn die Leitung seiner Kongregation in die USA, wo sich Durán in vielen Diözesen für die „Cursillos de Cristiandad“ (Glaubenskurse) einsetzte. Mit „Miles Jesu“ wollte er die Ideale der Cursillo-Bewegung mit der Spiritualität des heiligen Anton Maria Claret verbinden, der sich im 19. Jahrhundert durch seinen unermüdlichen missionarischen Eifer ausgezeichnet hatte.

Die Bewegung zählt heute 26 Gemeinschaften in 13 Ländern mit insgesamt rund 1.000 Mitgliedern.