Königin des Friedens, bitte für die Christen im Heiligen Land!

Papst Benedikt XVI. ruft die mütterliche Fürsorge Mariens an

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AMMAN, 9. Mai 2009 (ZENIT.org).- Wir veröffentlichen die offizielle Übersetzung der Ansprache, die Papst Benedikt XVI. heute, Sonntag, im Anschluss an die erste große Papstmesse während seines Heilig-Land-Besuchs zum Mariengebet des „Regina caeli" gehalten hat.

Am dritten Tag seiner einwöchigen zwölften Auslandsreise betete der Papst für alle Christen im Heiligen Land um Kraft und Stärke, damit sie im Glauben und im Zeugnis wahrhaft eins seien.

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Liebe Freunde!

Während der Messe habe ich über das prophetische Charisma der Frauen als Botinnen der Liebe, Lehrmeisterinnen der Barmherzigkeit und Erbauerinnen des Friedens gesprochen. Das höchste Vorbild fraulicher Tugend ist die selige Jungfrau Maria, die Mutter der Barmherzigkeit und die Königin des Friedens. Wenn wir uns nun ihr zuwenden, wollen wir ihre mütterliche Fürsprache für alle Familien in diesem Land erbitten, damit sie wirklich Schulen des Gebets und Schulen der Liebe sind. Bitten wir die Mutter der Kirche, voll Erbarmen auf die Christen dieser Länder herabzublicken. Mit der Hilfe ihres Fürbittgebets mögen sie wahrhaft eins sein im Glauben, den sie bekennen, und im Zeugnis, das sie geben. Bitten wir sie, die so großzügig auf den Ruf des Engels geantwortet und ihre Berufung, die Mutter Gottes zu werden, angenommen hat, um Mut und Kraft für alle jungen Menschen heute, die über ihre Berufung nachdenken, damit auch sie sich großzügig der Erfüllung von Gottes Willen widmen können.

In dieser Osterzeit rufen wir die selige Jungfrau mit dem Titel „Regina Coeli" an. Als eine Frucht der durch den Tod und die Auferstehung ihres Sohnes gewonnenen Erlösung wurde auch sie zur unvergänglichen Herrlichkeit erhoben und zur Königin des Himmels gekrönt. Mit großem Vertrauen auf die Macht ihrer Fürsprache, mit freudigem Herzen und mit Liebe zu unserer allzeit jungfräulichen Mutter kommen wir nun zu ihr und bitten sie um ihr Gebet.

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