Konklavewahlrecht von über 80-jährigen Kardinälen nicht ersucht worden

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VATIKAN, 24. Oktober 2003 (ZENIT.org).- Der Heilige Stuhl ließ verlautbaren, dass die über 80-jährigen Kardinäle kein Gesuch an Papst Johannes Paul II. gerichtet haben mit der Bitte, ihnen das Wahlrecht im Konklave wieder einzuräumen.



Am Donnerstag war in der italienischen Zeitung "La Repubblica" zu lesen, dass sich die besagten Kardinäle an den Papst gewandt hätten, wobei jedoch im entsprechenden Artikel die Informationsquelle nicht preisgegeben wurde.

"Es existiert keinerlei Schreiben an den Papst. Das Problem hat sich nicht gestellt und es herrscht auch kein Unbehagen unter jenen Kardinälen", so wurde aus vatikanischen Quellen gegenüber der Presse versichert.

Von gleicher Seite war zu vernehmen, dass zahlreiche Kardinäle, die diese Altersgrenze überschritten haben, am 25. Pontifikatsjubiläum von Papst Johannes Paul II. und am Konsistorium zur Kreierung von 31 neuen Kardinälen teilgenommen hätten. Dies habe in einem Klima stattgefunden, das als „gut und einträchtig“ zu bezeichnen ist, wie die Nachrichtenagentur EFE mitteilte.

Papst Paul VI. verfügte am 21. November 1970 durch Motu proprio (Päpstliches Schreiben zur Erlassung von Normen) "Ingravescentem Aetatem", dass Kardinäle, die das 80. Lebensjahr überschritten haben, "das Recht verlieren, den Römischen Pontifex zu wählen und somit auch das Recht zur Teilnahme am Konklave".