Kontemplativ und missionarisch zugleich: Die selige Ordensgründerin Schwester Margarita María López de Maturana (1884-1934)

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BILBAO, 26. Oktober 2006 (ZENIT.org).- Der Präfekt der Kongregation für die Selig- und Heiligsprechungsprozesse, Kardinal José Saraiva Martins, konzelebrierte am Sonntag als Delegat des Heiligen Vaters zusammen mit dem Apostolischen Nuntius in Spanien, Erzbischof Monteiro de Castro, sowie zahlreichen Bischöfen in Bilbao den Festgottesdienst zur Seligsprechung der spanischen Ordensgründerin Margarita María López de Maturana. Die neue Selige gründete die Missionsschwestern von Bérriz, wo sie ein Klausurkloster in ein Missionsinstitut verwandelte.



An der Seligsprechungsfeier nahmen nach Angaben der Nachrichtenagentur „Fides“ rund 2.000 Gläubige und Wallfahrer aus verschiedenen Ländern, etwa auch aus China, den Philippinen, dem Kongo und Sambia teil.

Kardinal Saraiva erinnerte in seiner Predigt die Gläubigen daran, dass die katholische Kirche an diesem Sonntag den Weltmissionssonntag feiere, und verwies in diesem Zusammenhang auf den Auftrag des Christen in der Welt. Die selige Ordensgründerin López de Maturana habe sich stets von Gott leiten lassen, betonte er.

Margarita María López de Maturana y Ortíz de Zarate wurde 1884 in Bilbao geboren und gehört zu den großen Missionarinnen des 20. Jahrhunderts, da sie 1920 die missionarische Jugend ins Leben rief und damit den ersten Verein dieser Art in Spanien gründete.

Mutter Maturana verwandelte auch das Kloster Vera Cruz de Bérriz, das im 16. Jahrhundert gegründet worden war, in ein Missionsinstitut. In ihrer Jugend war sie selbst Schülerin der Schwestern von Berríz gewesen und hatte bei ihnen im Alter von 19 Jahren ihre Gelübde abgelegt.

Die Anfänge ihrer missionarischen Berufung gehen auf das Jahr 1919 zurück, als zwei Missionarinnen aus China und Indien das Kloster in Bérriz besuchten. Am 19. September 1926 wurde aus diesem Kloster die erste Gruppe von Missionsschwestern nach Wuhu (China) entsandt.

Der ersten Aussendung folgten weitere: nach Saipan, auf die Mariannen nach Ponapé, auf die Karolinen und nach Tokio. Der eingeschlagene Weg erforderte auch rechtliche Schritte, weshalb das Klausurkloster in ein Missionsinstitut verwandelt werden sollte. Am 23. Mai 1930 wurde dieser Traum von Schwester Margarita Wirklichkeit. Sie selbst reiste zweimal um die Welt und begleitete ihre Ordensschwestern, die in die Mission gingen.

Mutter Margarita María López de Maturana starb am 23. Juli 1934, zwei Tage vor ihrem 50. Geburtstag.

Das Institut der Missionsschwestern von Bérriz hat 90 Mitglieder und liegt in der baskischen Provinz Biscaglia. Weitere 500 Missionsschwestern leben in Taiwan, China, Japan, Mikronesien, auf den Philippinen, in den USA, in Mexiko, Guatemala, Ecuador, Peru, der Demokratischen Republik Kongo, Sambia, Italien und Spanien.