Konzert im Gedenken an den Zweiten Weltkrieg: Papst Benedikt XVI. nimmt teil

Das Interregionale Jugendsinfonieorchester spielt Werke von Mahler und Mendelssohn Bartholdy

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ROM, 30. September 2009 (ZENIT.org).- Papst Benedikt XVI. wird am 8. Oktober an einem Konzert teilnehmen, mit dem an den Ausbruch des Zweiten Weltkriegs vor 70. Jahren erinnert werden soll. Unter dem Motto „Junge Menschen gegen Krieg" wird das Interregionale Jugendsinfonieorchester im Auditorium an der Via della Conciliazione auftreten und Kompositionen von Gustav Mahler and Felix Mendelssohn Bartholdy aufführen. Als Dirigenten sind Jochem Hochstenbach und Wolfgang Gönnenwein vorgesehen.

Das Konzert, das vom Päpstlichen Rat zur Förderung der Einheit der Christen, der Kommission für die religiösen Beziehungen mit dem Judentum, der Deutschen Botschaft beim Heiligen Stuhl und dem Europäischen Kulturforum des Kulturvereins Mainau gemeinsam organisiert wird, ist Teil des Projekts „1939-2009: 70 Jahre seit dem Ausbruch des Zweiten Weltkriegs", das morgen, Donnerstag, im Vatikanischen Pressesaal vorgestellt werden wird.

„Es ist notwendig, dass wir der dramatischen Geschehnisse gedenken, die der Anlass zu einem der schrecklichsten Kriege der Geschichte waren, der Millionen von Toten gefordert und dem geliebten polnischen Volk viel Leid eingebracht hat; ein Krieg, der die Tragödie des Holocausts und die Vernichtung weiterer Scharen von Unschuldigen gesehen hat", betonte Papst Benedikt XVI. am Sonntag, dem 6. September, beim Angelusgebet.

„Das Gedenken an diese Ereignisse drängt uns, für die Opfer zu beten sowie für all jene, die noch an Leib und Seele verwundet sind. Außerdem sei es allen eine Mahnung, solche Barbareien nicht zu wiederholen und die Bemühungen zu intensivieren, um in unserer Zeit, die noch immer von Kriegen und Konflikten gezeichnet ist, einen dauerhaften Frieden aufzubauen und dabei vor allem den neuen Generationen eine Kultur und einen Lebensstil zu vermitteln, die von Liebe, Solidarität und Hochachtung des anderen geprägt sind."

Der Papst wies in diesem Zusammenhang auf den nicht zu unterschätzenden Beitrag der Religionen zur Förderung von Vergebung und Versöhnung hin. Sie wirkten gewissermaßen als „Gegengewicht zu Gewalt, Rassismus, Totalitarismus und Extremismus, die das Bild des Schöpfers im Menschen entstellen, den Horizont Gottes auslöschen und folglich zur Geringschätzung des Menschen selbst führen."