"Koreanische Märtyrer sind Vorbild der Heiligkeit für die heutige Zeit"

So der Erzbischof von Seoul und designierter Kardinal, Andrew Yeom Soo-jung

Rom, (Fides) | 136 klicks

„Die Seligsprechung der koreanischen Märtyrer ist für die koreanische Kirche eine wunderbare Nachricht. Ich freue mich sehr und danke dem Heiligen Stuhl für diesen Entschluss. Meine Freude möchte ich mit all jenen teilen, die den Seligsprechungsprozess vorangebracht haben und mit allen Gläubigen, die inständig für diese Seligsprechung gebetet haben“: so Erzbischof Andrew Yeom Soo-jung von Seul, dem Papst Franziskus beim bevorstehenden Konsistorium am 22. Februar die Kardinalsweihe verleihen wird, in einem Kommentar zum Beschluss des Heiligen Stuhls. Am vergangenen 7. Februar unterzeichnete Papst Franziskus das Dokument, das die Kongregation für die für die Selig- und Heiligsprechungen zur Veröffentlichung des Dekrets über das Martyrium der Diener Gottes Paul Yun Ji-chung und seiner 123 Gefährten ermächtigt, die in Korea in den Jahren zwischen 1791 und 1888 wegen ihres Glaubens getötete wurden. 

Nach Ansicht des Erzbischofs ist die bevorstehende Seligsprechung für die heutige koreanische Kirche von großer Bedeutung: „Wenn wir auf die Geschichte zurück blicken, dann sind die koreanischen Märtyrer Beispiele der Heiligkeit, die die Barrieren des sozialen Status überschritten und ihre Mitmenschen unterschiedslos geliebt haben, unabhängig von Geschlecht, sozialer Herkunft oder Religion. Sie traten für die Rechte der Menschen ein und spielten eine wichtige Rolle in der Geschichten der ganzen koreanischen Nation. Wie diese Märtyrer sind auch wir berufen, die Mitmenschen zu umarmen und zu lieben, damit die Welt ein besserer, gerechter und geschwisterlicher Ort wird“. Erzbischof Yeom dankt in diesem Zusammenhang allen, „die in Korea auf verschiedenen Ebene Interesse an diesem Ereignis zeigen, insbesondere die Regierung und alle Gemeinschaften und Sektoren in der Gesellschaft, auch die Nichtchristen“. (PA)

(Quelle: Fides 10/2/2014)