Kraft und Schönheit des Glaubens entdecken

In Rom wurde eine Reihe von Begegnungen von der Johannes Paul II.-Stiftung organisiert

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Von Pater Andrzej Dobrzyński

ROM, 12. Januar 2012 (ZENIT.org). – Am Sonntag, dem 8. Januar, wurde in Rom eine Reihe von Begegnungen begonnen, die von der Johannes Paul II.-Stiftung, dem Zentrum für Dokumentation und Forschung des Pontifikats von Johannes Paul II., gemeinsam mit der Gemeinde der St. Stanislaus-Kirche in der Via Botteghe Oscure 15 organisiert werden. Das Leitthema des Zyklus mit dem Titel „Kraft und Schönheit des Glaubens“ sind die Katechesen von Johannes Paul II. zum Glaubensbekenntnis. Die neue Reihe von Begegnungen findet in Vorbereitung auf das Jahr des Glaubens statt, das am 11. Oktober dieses Jahres beginnen wird.

Zum Auftakt des Treffens wurde von Pater Piotr Studnicki die Heilige Messe mit der Intention gefeiert, „die Lehren von Johannes Paul II. in unserem privaten und gesellschaftlichen Leben zu verwirklichen." Nach der Eucharistiefeier begaben sich die Teilnehmer in die Räumlichkeiten der St. Stanislaus-Kirche, wo der Rektor der Kirche, Msgr. Pawel Ptasznik, alle Teilnehmer begrüßte und darauf hinwies, dass die Zeit nach der Seligsprechung des Papstes geeignet sei, um die Lehren von Johannes Paul II. zu vertiefen.

Pater Andrzej Dobrzyński, Leiter des römischen Zentrums für Dokumentation und Forschung des Pontifikats von Johannes Paul II., präsentierte den Bericht „In See stechen! Die Theologie des Glaubens bei Johannes Paul II.“. Der Glaube umfasst den Verstand, aber auch einen Akt des Vertrauens, des Vertrauens auf Gott. Der Referent erklärte die Lehre des Glaubens als Gnade und als Tugend. Der Papst habe uns gelehrt, was Glauben in der heutigen Welt bedeute.

Ihm zufolge ist der lebendige, bewusste und gereifte Glaube die Antwort auf die Probleme der Menschen und der gegenwärtigen Welt. Johannes Paul II. sei Lehrmeister und Zeuge eines tiefen Glaubens gewesen, den er auf sehr persönliche Art lebte, erfüllt von der Liebe für Gott, für die Kirche und für den Nächsten. Dieser Glaube schenke unserem Leben Kraft und Bedeutung. Um in seine Fußstapfen zu treten, müsse man  „in See stechen“, seinen Glauben bekennen, ihn täglich erfahren und ausüben.

Dem Beitrag folgte eine Debatte über die Rolle der Vernunft, in der Argumente zugunsten der Existenz Gottes und Zweifel, die den Glauben begleiten können, vorgetragen wurden.
Die nächste Begegnung zum Thema „Gott, Schöpfer und barmherziger Vater" findet am Sonntag, dem 5. Februar, um 19:00 Uhr im Gemeindesaal der St. Stanislaus-Kirche statt.

[Übersetzung des italienischen Originals von Sabrina Toto]