Kreuzweg am Kolosseum im Zeichen der Not indischer Christen

Erzbischof von Guwahati schreibt Karfreitags-Betrachtungen

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ROM, 20. März 2009 (ZENIT.org).- Thomas Menamparampil, seit 1995 Erzbischof der neu errichteten Erzdiözese Guwahati in Indien, bereitet die Betrachtungen für den diesjährigen Kreuzweg am Kolosseum vor, den Benedikt XVI. am Karfreitag beten wird.



Der Vatikan bestätigte, dass „der Papst in den vergangenen Jahren aus Solidarität mit den leidenden Christen Kirchenoberhäupter verfolgter Kirchen aufgefordert hat, Betrachtungen und Gebete für die Karfreitagandacht vorzubereiten, der der Papst selbst vorsitzt, um das Leiden und Sterben Jesu darzustellen“.

Die indische Nachrichtenagentur SARnews berichtete, dass Erzbischof Menamparampil für seine Friedensbemühungen bei den ethnischen Konflikten in Nordostindien bekannt ist. 1998 erhielt er die „Maschio Auszeichnung“ in Bombay für seine Unterstützung zur Wiedervereinigung der verschiedenen ethnischen Gruppen. Ebenso machte sich Erzbischof Menamparampil als Helfer der so genannten „Dalit-Christen“ einen Namen. Der Begriff „Dalit“ (aus dem Sanskritwort „dal“, was übersetzt „zerbrochen, zerdrückt, niedergetreten, zerstört“ bedeutet) ist die Selbstbezeichnung der Nachfahren der indischen Ureinwohner, die aus rassistischen Gründen aus dem Kastensystem der indoarischen Einwanderer bis heute oft ausgeschlossen sind. „Dalit-Christen“ gelten als soziale Außenseiter; sie wurden in den letzten Monaten Opfer religiöser Verfolgungen in Orissa.

Die Kreuzweg-Betrachtungen des Erzbischofs von Guwahati werden auf das Leiden der verfolgten Christen in Indien und auf das Schicksal der unterdrückten Völker im Sudan und Kongo Bezug nehmen, „denen Rechte und Menschenwürde abgesprochen werden“.