KRFD schlägt Alternative zum Familiensplitting vor

Erhöhung des Kindergeldes und des Steuerfreibetrages

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MÖCHENGLADBACH, 18. September 2012 (ZENIT.org/KRFD). ‑ Der Verband kinderreicher Familien Deutschlands (KRFD) schlägt eine Erhöhung des Kindergrundfreibetrags und des Kindergeldes vor, um Familien steuerlich besser zu stellen. Dadurch können Familien mit niedrigem und mittlerem Einkommen gezielt unterstützt werden.

„Eine Erhöhung des Kindergeldes und des Steuerfreibetrages für Kinder auf 10.000 Euro pro Kind entlastet Familien mit einem oder zwei Kindern. Das erreichen wir mit einem französischen Splitting nicht“, sagt Tanja zu Waldeck, Vorstandsmitglied. Mit einer Erhöhung des Kindergrundfreibetrags auf 12.000 Euro ab dem dritten Kind könne die Entscheidung zu einer größeren Familie erleichtert und gezielt gefördert werden. In dieser Hinsicht könne man von den positiven Erfahrungen in Frankreich lernen, wo die Entscheidung für ein drittes Kind zu einer deutlichen steuerlichen Entlastung führe.

Der Vorschlag des Familienverbandes gehe über die Empfehlungen im jüngst vorgestellten Bericht über die Ergebnisse des Zukunftsdialogs hinaus.

Zwar entlaste auch das dort geforderte Familiensplitting die Familien. Eine Anhebung von Freibeträgen und Kindergeld sei jedoch leichter politisch umsetzbar.

„Wir begrüßen es, dass endlich unterschiedliche Formen der Besteuerung von Familien aktiv diskutiert werden, und hoffen, dass – unabhängig von der gewählten Alternative – die beim Großziehen von Kindern erbrachten Leistungen von Familien besser steuerlich berücksichtigt werden, als dies bislang der Fall ist “, so zu Waldeck. „Beim Familiensplitting handelt es sich nicht um eine Großzügigkeit des Staates, sondern um Steuergerechtigkeit und nachhaltige Familienpolitik.“