Krieg in Syrien

Malteser leisten zusätzliche Winterhilfe in vier syrischen Städten und im Libanon

| 973 klicks

KÖLN, 2. November 2012 (ZENIT.org/MHD). - Die Malteser weiten angesichts des bevorstehenden Winters ihre Nothilfe für die Vertriebenen in Syrien und die Flüchtlinge im Libanon aus. Malteser International verteilt über seine Partnerorganisation Internationaler Blauer Halbmond (IBC) in Syrien kleine Heizöfen, warme Kleidung sowie Nothilfe- und Hygiene-Sets. In den vom Bürgerkrieg besonders betroffenen Städten Aleppo, Damaskus, Hama und Homs erhalten 15.000 Menschen Decken, Matratzen, Küchenutensilien, Seife und Babywindeln.

In Homs und Hama werden Heizöfen an 500 Familien ausgegeben, 1.000 Kinder bekommen warme Kleidung. „Hama und Homs gehören zu den kältesten Städten Syriens. Die Vertriebenen müssen in den kalten Nächten ohne Decken in kalten Schulgebäuden auf dem Boden schlafen“, beschreibt der Abteilungsleiter Asien und Haiti von Malteser International, Roland Hansen, die Situation.

Für 500 syrische Flüchtlinge, die die Grenze zum Libanon überquert haben, halten die Malteser Nothilfe-Kits und Winterkleidung bereit. In Khaldieh, 40 Kilometer von Tripoli entfernt, unterhalten die libanesischen Malteser eine Poliklinik,  wo Flüchtlinge kostenfrei untersucht werden und Medikamente bekommen. Bisher waren dort schon 600 syrische Kinder, Frauen und Männer behandelt worden. „Viele Flüchtlinge konnten im Sommer noch mit kleinen Jobs wie Feldarbeit und im Handwerk Geld verdienen. Im Winter aber sind sie arbeitslos und verdienen kein Geld und sind noch mehr auf Hilfe angewiesen“, sagt Hansen.