Kritik an Schweizer Sterbehilfe-Entscheidung

Töten kann niemals ein Recht sein

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ROM, Dienstag, 17. Mai 2011 (ZENIT.org/Radio Vatikan). - Der ehemalige Präsident der vatikanischen Bioethik-Kommission hat die Züricher Entscheidung kritisiert, Sterbehilfe auch für Ausländer weiterhin zu erlauben, wie Radio Vatikan berichtet. Elio Kardinal Sgreccia betonte, dass Töten niemals ein Recht sein könne, sondern immer ein Verbrechen sei. Dies sagte er zu der katholischen Tageszeitung „Avvenire“.

In einem Volksentscheid hatte sich am Sonntag eine Mehrheit der Bürger des Kantons Zürich gegen ein Verbot der Sterbehilfe für Ausländer ausgesprochen. Dieses Ergebnis fördere eine Praxis, die in anderen Ländern eine Straftat darstelle, fügte der frühere Präsident der Päpstlichen Akademie für das Leben an.

Der Kardinal äußerte zudem die Befürchtung, dass der Ausgang des Volksentscheids auch andere Länder dazu verleiten könnte, das „moralische Recht mit Füßen zu treten“.

Ein Großteil der Menschen, die das Angebot von Sterbehilfeorganisationen in der Schweiz in Anspruch nehmen, stammt aus dem Ausland. Meist handelt es sich um Deutsche, Briten und Franzosen.