Kuba: eine Kirche zum Andenken an den Besuch von Papst Benedikt XVI.

Rückgabe von drei Gebäuden geplant

Rom, (ZENIT.org) Anita Bourdin | 809 klicks

Zum Andenken an den Besuch von Papst Benedikt XVI. im März letzten Jahres soll auf Kuba demnächst eine Kirche errichtet werden. Die Nachricht wurde am vergangenen 5. Februar von der kubanischen Bischofskonferenz bekannt gemacht; Radio Vatikan berichtete am 6. Februar darüber.

Die Kirche, die im Distrikt „José Martí“ innerhalb der Diözese Santiago entstehen soll, wird den Altar aufnehmen, den der Papst zur Feier der heiligen Messe auf der Plaza Antonio Maceo am 26. März 2012 benutzte.

Der Provinzrat der Verwaltung der Provinz Santiago de Cuba hat aus diesem Anlass beschlossen, der Erzdiözese Santiago zwei Kirchen und ein Pfarrhaus zurückzugeben, die vor etwa 50 Jahren verstaatlicht worden waren.

Es handelt sich um zwei Kirchen, die den beiden Namenspatronen des Papstes geweiht sind; die eine dem heiligen Josef (San José Obrero, wörtlich „Sankt Josef der Arbeiter“), die andere dem heiligen Benedikt (San Benito). Die Josefskirche beherbergt zur Zeit die Akademie der Wissenschaften, während sich in der Benediktskirche eine Bäckerei befindet.

Zusätzlich zu den beiden Kirchen will der kubanische Staat das Pfarrhaus der Kirche „Nuestra Señora de la Caridad“ (Unsere Liebe Frau von der Nächstenliebe) zurückgeben, das zur Zeit als Schulgebäude benutzt wird.

Die katholische Kirche in Kuba hat seit 2010 mit der Regierung Raúl Castros den Dialog über die bei der Revolution konfiszierten Besitzungen wieder aufgenommen.

Die kubanische Regierung lege Wert darauf, durch Gesten dieser Art ihre „Öffnung“ und Toleranz zu demonstrieren, erklärten kirchliche Quellen auf Kuba.