Kubanische Regierung zufrieden über den Besuch von Benedikt XVI.

Erklärungen des Botschafters aus Havanna am Heiligen Stuhl

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VATIKANSTADT, 15. Dezember 2011 (ZENIT.org). - In einem Interview mit ZENIT erklärte der Botschafter Kubas beim Heiligen Stuhl, Eduardo Delgado, dass die kubanische Regierung ihre Freude über den Besuch, den Papst Benedikt XVI. der karibischen Insel abstatten wird, ausgedrückt habe.

„Die Erklärung, die Seine Heiligkeit Benedikt XVI. am 12. Dezember im Verlauf seiner Predigt in der Messe zur zweihundertjährigen Feier der Unabhängigkeit der lateinamerikanischen Länder abgegeben hat, bekräftigt seine Absicht, Ostern 2012 eine apostolische Reise nach Mexiko und Kuba zu unternehmen. Dies fand großen Anklang bei der Regierung und dem Volk unseres Landes“, versicherte der Botschafter.

Der Diplomat fügte hinzu, dass „die Bischofskonferenz ihrerseits ihre große Freude über den Besuch ausgedrückt hat, auf den sie mit großem Engagement hingearbeitet hat.   Alle Lateinamerikaner und insbesondere das kubanische Volk werden den Papst mit großem Ausdruck der Zuneigung und des Respekts begrüßen; sie werden ihm ihre Gastfreundschaft bieten und die Werte ihrer Kultur und Ethik bezeugen“, betonte Delgado.

Der Botschafter erinnerte daran, dass es sich um den zweiten Besuch eines Papstes in Kuba handle und um den zweiten Besuch Benedikt XVI. in einem lateinamerikanischen Land.

Hinsichtlich Kuba fällt der Besuch mit dem vierhundertsten Geburtstag der Wiederauffindung der „Virgen de la Caridad del Cobre“ (Jungfrau der Nächstenliebe von Cobre) zusammen, die sich auf der Insel großer Verehrung erfreut. Sie wurde 1926 von Papst Benedikt XV. zur Patronin von Kuba erklärt und von Johannes Paul II. während seines historischen Besuchs der Insel im Jahr 1998 gekrönt.

Der Botschafter am Heiligen Stuhl erinnerte auch daran, dass das Bild der Madonna im August 2010 auf der Insel eine Pilgerfahrt ins Leben gerufen habe, die bald in der Hauptstadt Havanna zu Ende gehen werde. Im nächsten März werde in El Cobre zudem das Jubeljahr seinen Abschluss finden.

„Die Einheit zwischen der Glaubenslehre und dem revolutionärem Denken gegenüber dem  Glauben und den Gläubigen wurzelt im selben Fundament  der kubanischen Nation, und sein Grundprinzip ist ein Sinn für Gerechtigkeit, Nächstenliebe, die Gleichheit und Hilfsbereitschaft dem Bedürftigen gegenüber, sowohl unseres Volkes als auch einer Schwesternation“, fuhr der Diplomat fort.

Der Botschafter schloss seine Erklärungen gegenüber ZENIT mit den Worten, dass „die kubanische Regierung mittels des Botschafters beim Heiligen Stuhl ihre besondere Freude über den Papstbesuch seiner Heiligkeit bekräftigt und erklärt hat, dass sie ihn mit allem Respekt und Zuneigung empfangen werde, die er verdiene. Sie werde alles in ihrer Macht stehende tun, um ihm einen gelungenen Aufenthalt zu bieten, damit er unser Volk und seinen Aufenthalt in dankbarer Erinnerung behalte, wie es beim seligen Johannes Paul II. der Fall war, als er seine Reise im Januar 1998 beendete.

[Übersetzung aus dem Italienischen von Anna Finkbeiner]