Kundgebung zu mehr politischer Unterstützung für Familie in Berlin

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BERLIN, 18. Juni 2007 (ZENIT.org).- Deutsche Familienverbände und -initiativen wollen im Rahmen einer Großkundgebung, die am 1. Juli 2007 in Berlin stattfinden wird, für mehr Achtung vor dem Wert von Elternschaft sowie für die politische Umsetzung der Rechte der Familie aufrufen. Der Trägerkreis der Großveranstaltung, das Familiennetzwerk www.familie-ist-zukunft.de, will insbesondere den Gesetzgeber dazu veranlassen, kinderreichen Familien steuerlich entgegenzukommen.



In der gegenwärtigen Diskussion über sinnvolle staatliche Hilfen für Familien in Deutschland, einem der reichsten, aber auch kinderärmsten Länder der Welt, fordert die Initiative „Familie ist Zukunft“ Gerechtigkeit und Eindämmung jeglicher Diskriminierung, damit viele Familien mit Kindern in sozial prekären Situationen würdevoll leben können. Weil das deutsche Grundgesetz Ehe und Familie unter den „besonderen Schutz der staatlichen Ordnung“ stellt, stünden Parlamentarier und Politiker in der Pflicht, die elterliche Verantwortung zu schützen, aber auch konkrete Hilfen anzubieten.

Angesichts der verschiedenen Überlegungen zu Betreuungsgeld, Krippenfinanzierung, Subventionierung der Tagespflege und Gutscheinen fordert die Initiative einen unbesteuerten Kinderfreibetrag von 8.000 Euro pro Kind, „finanzielle Gerechtigkeit für alle Familien – auch in den Rentenansprüchen – und insgesamt mehr Geld und Zeit für Familien“. Die Regierung soll am 1. Juli dazu ermutigt werden, entscheidende gesetzliche Schritte zur Garantie der Leistungsgerechtigkeit für Familien einzuleiten.

„Wir sind überzeugt, dass wir Familien endlich auf die Straße gehen und etwas bewegen müssen“, so Maria Steuer, Vorsitzende der Initiative „Familie ist Zukunft“ in dem Einladungsschreiben zur Kundgebung. Es sei „höchste Zeit, dass wir laut und öffentlich für unsere Rechte eintreten“.

Im Vorfeld haben sich viele kompetente Fachleute zur Brisanz der Familiengesetzgebung geäußert, darunter auch Frau Wahlgren. In einem Vortrag (pdf-Format) wies sie auf die problematische Familienpolitik in Schweden hin.

Der Marsch durch die Innenstadt von Berlin beginnt am 1. Juli um 13.00 Uhr an der Humboldt-Universität. Von der Sammelstelle „Unter den Linden 6“ aus geht es zum Brandenburger Tor, wo eine kurze Kundgebung stattfindet. Anschließend geht es weiter zum Gendarmenmarkt.