Kurienkardinal bekundet Solidarität mit Lepra-Kranken

56. Welt-Lepra-Tag am kommenden Sonntag

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ROM, 23. Januar 2009 (ZENIT.org) .- „Obwohl Lepra eine Krankheit ist, die in den Medien weitgehend ignoriert wird, betrifft sie jedes Jahr eine große Zahl von Menschen", betont Kardinal Javier Lozano Barragán, Präsident des Päpstlichen Rates für die Pastoral im Krankendienst, im Hinblick auf den 56. Welt-Lepra-Tag am kommenden Sonntag. Der Welt-Lepra-Tag geht auf den französischen Schriftsteller und Juristen Raoul Follerau (1903-1977) zurück und wurde zum ersten Mal im Jahr 1954 begangen.

Kardinal Lozano Barragán nennt diesen besonderen Tag in einer entsprechenden, kürzlich veröffentlichten Botschaft seines Dikasteriums „einen große Termin der Solidarität mit unseren Brüdern und Schwestern, die von der Hansen-Krankheit betroffen sind". Jährlich werden rund 250.000 Menschen von Lepra angesteckt, die meisten davon leben in Armut. Kardinal Barragán zitiert die Weltgesundheitsorganisation, die von 254.525 neuen Lepra-Fällen im Jahr 2007 berichtet. Zwölf Prozent davon sind Kinder unter 15 Jahren.

„Bedauerlicherweise", so der Kardinal, „bestehen aufgrund von Unwissenheit noch immer unbegründete Ängste vor der Hansen-Krankheit. Diese Ängste erzeugen das Gefühl der Ausgrenzung und Stigmatisierung gegenüber Kranken." Kardinal Javier Lozano Barragán bekräftigte, dass der Welttag eine „passende Gelegenheit ist, um die menschliche Gemeinschaft mit korrekten und umfassenden Informationen über Lepra zu versorgen wie über die verheerenden Auswirkungen, die Lepra auf den menschlichen Körper hat, wenn sie nicht behandelt wird".

„Die Kirche widmete sich schon immer mit besonderer Sorgfalt den von Lepra betroffenen Menschen", so der Kurienkardinal. In diesem Zusammenhang erwähnt er den seligen Priester Damian de Veuster, „den unermüdlichen und vorbildlichen Apostel unserer von der Hansen-Krankheit betroffenen Brüder und Schwestern: ein Leuchtturm des Glaubens und der Liebe." Pater Damian sei „ein Symbol für alle, die durch religiöse Gelübde Christus geweiht sind und noch heute ihr Leben diesen Menschen widmen und überall auf der Welt alle ihre verfügbaren Ressourcen dem Wohlbefinden der Betroffenen zur Verfügung stellen".