Kurt Kardinal Koch besucht Weißrussland

Kongress über katholisch-orthodoxen Dialog

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VATIKANSTADT, 17. November 2011 (ZENIT.org). – Vom 12.-16. November war Kurt Kardinal Koch zu Besuch in Minsk in Weißrussland auf Einladung vom Metropoliten Filaret von Minsk und Slutsk und Oberhaupt der orthodoxen Kirche in Weißrussland, wie der Pressesaal des Heiligen Stuhls heute verlauten ließ. Dort nahm der Kardinal an der internationalen Konferenz „Katholisch-orthodoxer Dialog: ethische christliche Werte als Beitrag zum sozialen Leben Europas“ teil. Der Kongress wurde vom Institut für interreligiösen Dialog und interkonfessionelle Kommunikation der Synode der orthodoxen Kirche in Weißrussland organisiert, in Zusammenarbeit mit dem Zentrum für christliche Bildung der hl. Kyrill und Methodius und dem Päpstlichen Rat zur Förderung der Einheit der Christen.

Der Kardinal nutzte die Gelegenheit, um am Samstag die katholischen Bischöfe zu treffen, die zu einer Sitzung der Bischofskonferenz zusammengekommen waren.

Am Auftakt des Kongresses am Sonntag nahmen neben dem Metropoliten Filaret zwei orthodoxe Bischöfe und ein Vertreter des Departments für kirchliche Außenbeziehungen teil sowie alle katholischen Bischöfe des Landes gemeinsam mit dem apostolischen Nuntius Msgr. Claudio Gugerotti sowie dem ehemaligen Nuntius Msgr. Agostino Marchetto.

Kardinal Koch widmete seine Ansprache während des Kongresses der „Situation der christlichen Werte in Europa“.

Am Montagmorgen wurde Kardinal Koch zusammen mit dem Metropoliten, dem apostolischen Nuntius und Msgr. Tadeusz Kondrusiewicz, Metropolitanerzbischof von Minsk-Mohilev, vom Präsidenten der Republik, Herrn Aleksandr Lukashenko, in Audienz empfangen, der seine Zufriedenheit über die guten Beziehungen der beiden Konfessionen und die Bemühungen um brüderliche Zusammenarbeit im Land hervorhob. Kardinal Koch traf dann im Theologischen Institut der hl. Kyrill und Methodius mit Studenten und Professoren zusammen.

Am Folgetag traf der Kardinal mit dem Minister und dem Vize-Minister für die Außenpolitischen Angelegenheiten zusammen, der gleichzeitig auch Botschafter Weißrusslands am Heiligen Stuhl ist. Um einige gemeinsame Projekte, darunter auch die Zusammenarbeit im kulturellen Bereich.

Der Besuch hob einige besondere Charakteristiken von großer Bedeutung hervor: die Tatsache, dass die katholische Kirche nach dem Fall der Sowjetunion wieder Wurzeln schlagen konnte und dass sich diese Entwicklung in Einklang mit der orthodoxen Kirche und den zivilen Autoritäten abgespielt hatte.

Der Geist der brüderlichen Ökumene in einem Land, das nach Litauen das Land der ehemaligen Sowjetunion mit den meisten Katholiken ist, ist in der täglichen Realität ein beispielhaftes Modell.

Dieses Entwicklungen sind zum Vorteil für die gesamte weißrussische Bevölkerung, die im Laufe ihrer Geschichte viel gelitten hat, und für deren Werte und den Fortschritt der Solidarität, der Gerechtigkeit, des Friedens und der harmonischen Beziehungen mit anderen Völkern der Heilige Stuhl sich weiter einsetzen wird.

[ZENIT-Übersetzung aus dem Italienischen]